UBS Aktie: Ständerat beschließt strengere Eigenkapitalregeln
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 10:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die UBS treibt die Bereinigung juristischer Altlasten der Credit Suisse voran. Am 22. September einigte sich die Schweizer Großbank mit der niederländischen Staatsanwaltschaft auf die Beilegung eines jahrelangen Verfahrens. Gegenstand des Vergleichs waren fehlerhafte Steuererklärungen von zwölf früheren niederländischen Kunden der übernommenen Credit Suisse. Zur vollständigen Beendigung der Angelegenheit zahlt die UBS einen Betrag von EUR 5 Mio.
An der Börse fand das Papier zum Ende der vergangenen Handelswoche Zuspruch. Am Freitag legte der Titel um 2,3 Prozent zu und ging bei 43,59 Euro aus dem Handel.
Operative Integration und regulatorischer Gegenwind
Der Abschluss in den Niederlanden reiht sich in die laufende Aufarbeitung früherer Risiken ein. Laut UBS-CEO Sergio Ermotti ist die operative Integration der Credit Suisse inzwischen fast abgeschlossen, wie er auf einer Branchenkonferenz der Bank of America darlegte.
Gleichzeitig bleibt das regulatorische Umfeld im Schweizer Heimatmarkt anspruchsvoll. Die Diskussion über die künftigen Kapitalanforderungen bestimmt unverändert die strategische Debatte des Instituts.
Am 23. September billigte der Schweizer Ständerat strengere Eigenkapitalregeln für die Großbank. Die UBS stufte diesen Beschluss als übermäßige Verschärfung ein und stellte klar, dass das Votum am Ende des Gesetzgebungsverfahrens zu spürbar höheren Auflagen führen würde.
Milliardenbelastung durch Eigenkapitalpläne
Die finanziellen Dimensionen der regulatorischen Vorgaben wiegen schwer. Nach Angaben von Ermotti drohen dem Institut durch die neuen Vorgaben jährliche Kosten in Höhe von CHF 2 Mrd. bis CHF 3 Mrd.
Im Vorfeld der politischen Entscheidungen hatte das Management für Kompromisslösungen geworben. UBS-Chairman Colm Kelleher bezeichnete Vorschläge für den Einbezug von zusätzlichem Kernkapital (AT1) als akzeptablen Mittelweg.
Zugleich mahnte Kelleher an, dass die Bank ihre Wettbewerbsfähigkeit wahren müsse. Sollten die Vorgaben so rigide ausfallen, dass die UBS international ins Hintertreffen gerät, müsse das Institut seine Zukunft in der Schweiz sorgfältig prüfen.
Trotz dieser regulatorischen Belastungsproben zeigt die Aktie übergeordnete Stärke: Seit Jahresanfang summiert sich der Kursgewinn auf 9,6 Prozent.
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