UBS, Aktie

UBS Aktie: RBC erhöht Kursziel auf 44 Franken

Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 19:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de

UBS meldet kräftige Zuwächse im Aktienhandel und Wealth Management, muss aber eine US-Strafe verkraften. RBC erhöht das Kursziel auf 44 Franken.

UBS überzeugt mit starkem Q2: Handelsplus und Kursziel-Anhebung
Moderne Glasfassade eines Finanzgebäudes im Licht der Abendsonne als Symbol für Stabilität und Marktwachstum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

UBS hat am Mittwoch mit einem starken zweiten Quartal überzeugt. Der Aktienhandel der Schweizer Großbank legte um 53 Prozent zu, die Transaktionserlöse im Wealth Management stiegen um 22 Prozent. Die Zahlen bewegen sich damit im Spannungsfeld zwischen operativer Stärke und regulatorischen Risiken, die das Institut weiterhin begleiten.

Denn parallel zu den guten Geschäftszahlen belastet ein US-Bußgeld die Bilanz: Die UBS-Tochter UBS Financial Services muss 173 Millionen US-Dollar zahlen. Grund sind Mängel bei der Geldwäsche-Überwachung zwischen 2019 und 2023. Die nächsten Quartalszahlen sind für den 28. Oktober angesetzt.

RBC erhöht Kursziel auf 44 Franken

Die kanadische Bank RBC reagierte am Mittwoch mit einer Anhebung ihres Kursziels für UBS von 40 auf 44 Schweizer Franken und bestätigte die Einstufung „Outperform". Analystin Anke Reingen begründet den Schritt mit starken Kapitalmärkten und Fortschritten bei strukturellen Faktoren innerhalb der Bank. Die Hochstufung reiht sich in eine ganze Serie positiver Analysteneinschätzungen des Tages ein – RBC bekräftigte ihr „Outperform"-Votum für UBS mehrfach über verschiedene Kanäle hinweg.

An der Börse zeigte sich die Aktie zuletzt in robuster Verfassung. Im deutschen Handel notiert das Papier bei 46,47 Euro und büßt damit im Tagesverlauf leicht 0,26 Prozent ein. Auf Jahressicht steht dennoch ein deutliches Plus von 16,85 Prozent zu Buche. Zum 52-Wochen-Hoch von 48,19 Euro fehlen der Aktie derzeit noch 3,57 Prozent – die jüngste Kursstärke hat den Titel damit nahe an seine Bestmarke herangeführt.

Ermotti bleibt länger an der Spitze

Für Kontinuität im Management sorgt eine Personalentscheidung, die kurz vor den Quartalszahlen bekannt wurde: Der Verwaltungsrat um Präsident Colm Kelleher will UBS-Chef Sergio Ermotti über April 2027 hinaus im Amt halten und die Suche nach einem Nachfolger aufschieben. Für Anleger signalisiert das Vorhaben, dass die Bank auf der eingeschlagenen strategischen Linie bleiben will, während zentrale regulatorische Fragen noch ungeklärt sind.

Diese Fragen betreffen vor allem den Streit mit dem Schweizer Bund über künftige Kapitalvorschriften. Das Finanzdepartement fordert eine hundertprozentige Besicherung der Auslandtöchter von UBS. Würde diese Forderung durchgesetzt, müsste die Bank nach eigenen Angaben bis zu 26 Milliarden Franken an zusätzlichem Eigenkapital aufbauen – eine Summe, die die Kapitalausstattung des Konzerns erheblich verändern würde. Eine Entscheidung in dieser Frage wird laut Berichten voraussichtlich erst 2028 fallen, was der Bank vorerst Zeit für Verhandlungen lässt.

Investmentgeschäft als weiterer Blick auf UBS

Neben dem operativen Geschäft und der Regulierungsfrage zeigt sich UBS auch als aktiver Kapitalmarktteilnehmer. Über Meldungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz wurde am Mittwoch bekannt, dass die Bank ihren Stimmrechtsanteil an United Internet auf 2,86 Prozent reduziert und damit die Drei-Prozent-Schwelle unterschritten hat, während sie ihre Beteiligung an LEG Immobilien leicht auf 3,22 Prozent aufgestockt hat. Solche Schwellenmeldungen sind bei einem Institut mit der Größe von UBS im Vermögensverwaltungs- und Handelsgeschäft nicht ungewöhnlich, geben aber einen Einblick in die laufende Portfoliosteuerung.

Insgesamt zeichnet sich für UBS ein Bild ab, in dem operative Stärke auf ungelöste strukturelle Herausforderungen trifft. Die Kombination aus soliden Handelserträgen, wachsendem Vermögensverwaltungsgeschäft und einer klaren Personalentscheidung an der Spitze wird von Analysten honoriert, während die Kapitalfrage mit dem Bund als größte offene Variable für die kommenden Jahre bestehen bleibt.

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