UBS, Aktie

UBS Aktie: Kompromiss in Bern beflügelt

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 15:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Schweizer Ständerat beschloss 90 Prozent CET1 für UBS-Auslandstöchter. Die Aktie legte zeitweise auf 40,78 Franken zu.

Moderner Bankschalter mit Glaspartitionen und Stahltresor im Hintergrund
UBS Group AG CH0244767585 zeigt einen modernen Bankschalterbereich mit eleganten Glaspartitionen und massiver Stahl-Tresortür Illustration mit AI erstellt.

Der Schweizer Ständerat hat sich in der strittigen Frage der Eigenkapitalregeln für UBS auf einen mittleren Weg festgelegt — und die Aktie reagiert positiv. Im Schweizer Handel legte das Papier zeitweise gut ein Prozent auf 40,78 Franken zu, nachdem es zuvor im Minus notiert hatte.

Kompromiss statt Maximalforderung

Die kleine Kammer entschied mit 29 zu 16 Stimmen, dass UBS ihre ausländischen Tochtergesellschaften künftig zu 90 Prozent mit hartem Kernkapital (CET1) unterlegen muss. Damit setzte sich eine starke Minderheit im Rat durch — und wich sowohl vom härteren Vorschlag des Bundesrats als auch von einem weicheren Kompromissmodell ab.

Der Bundesrat hatte gefordert, dass UBS den Buchwert ihrer Auslandstöchter vollständig vom CET1-Kapital der Mutterbank abziehen muss. Dieser strengere Ansatz fand im Ständerat keine Mehrheit. Eine andere Fraktion hatte für eine 50-Prozent-Unterlegung plädiert, ergänzt um Additional-Tier-1-Anleihen für den Rest — auch dieser Vorschlag blieb in der Minderheit.

UBS wehrte sich im Vorfeld

Vor der Abstimmung hatte UBS gemeinsam mit großen Wirtschaftsverbänden öffentlich Position bezogen. Die Bank bezeichnete die 90-Prozent-Lösung nicht als Kompromiss zum ursprünglichen Bundesratsvorschlag, sondern als Regelung, die ihrer Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig schaden würde. CEO Sergio Ermotti hatte zuvor bereits die 100-Prozent-Forderung der Regierung als überzogen kritisiert.

Trotz der Kritik aus dem Bankhaus fiel die Marktreaktion positiv aus. Der Grund dürfte simpel sein: Die 90-Prozent-Regel bleibt hinter der ursprünglich von der Regierung geforderten vollständigen Unterlegung zurück — und schafft damit für Anleger mehr Klarheit als eine offene Hängepartie.

Die Gesetzesvorlage geht nun an den Nationalrat, die große Kammer des Schweizer Parlaments. Erst dort fällt die nächste Entscheidung darüber, ob die 90-Prozent-Regel Bestand hat oder im weiteren parlamentarischen Verfahren noch verschärft oder abgeschwächt wird.

Anzeige

UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 23. September liefert die Antwort:

Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | CH0244767585 | UBS | boerse | 70167676 |