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UBS Aktie: Keller-Sutter widerspricht Wegzugs-Spekulationen

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 15:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die SNB unterstützt strengere Eigenkapitalregeln; die UBS beziffert den zusätzlichen CET1-Bedarf auf rund 16 Milliarden Dollar.

Moderner Bankschalter mit Glaspartitionen und Stahltresor im Hintergrund
UBS Group AG CH0244767585 zeigt einen modernen Bankschalterbereich mit eleganten Glaspartitionen und massiver Stahl-Tresortür Illustration mit AI erstellt.

Finanzministerin Karin Keller-Sutter hat Spekulationen über einen möglichen Wegzug der UBS aus der Schweiz entschieden zurückgewiesen. Ein solcher Schritt sei wenig plausibel, da er für das Institut weitaus teurer und rechtlich hochgradig komplex wäre. Zugleich stellte sich der Präsident der Schweizerischen Nationalbank, Martin Schlegel, heute hinter den Kurs für eine spürbar verschärfte Regulierung der Großbank.

Bern verweist auf Wert der Stabilität

Das Geschäftsmodell der UBS beruht nach Ansicht von Keller-Sutter grundlegend auf Schweizer Verlässlichkeit, Rechtsstaatlichkeit und politischer Stabilität. Ein Verlassen dieses Rahmens würde die Bank vor immense Hürden stellen.

Die Finanzministerin wies Vorwürfe aus dem Management zurück und erinnerte daran, dass der Bundesrat der Bank bei anderen Kapitalregeln um rund 6 Milliarden Dollar entgegengekommen sei. Dennoch habe das Institut die Vorschläge pauschal als extrem bezeichnet.

Ein direkter Austausch zwischen der Ministerin und UBS-Chef Sergio Ermotti fand nach den jüngsten politischen Beschlüssen nicht statt. Für November ist zwar ein Treffen mit UBS-Präsident Colm Kelleher angesetzt. Neue Verhandlungen über die Leitplanken sind dabei nach offiziellen Angaben jedoch nicht vorgesehen.

Streit um Milliarden an Eigenkapital

Rückenwind erhält die Finanzministerin von der Notenbank. SNB-Präsident Schlegel betonte heute im Sender SRF, dass eine möglichst hohe Eigenkapitalunterlegung aus Sicht der Finanzstabilität die beste Lösung darstelle. Die von der Regierung gezogenen Lehren aus der Bankenkrise bezeichnete er als zielgerichtet und angemessen. Die Entscheidung über den rechtlichen Unternehmenssitz liege indes allein in der Verantwortung der Bank.

Hintergrund der Debatte sind die strengeren Vorgaben für Auslandstöchter. Der Ständerat hatte am Mittwoch beschlossen, dass diese Einheiten künftig zu 90 Prozent mit hartem Kernkapital abgesichert werden müssen.

Die UBS beziffert den daraus resultierenden zusätzlichen Bedarf an CET1-Kapital auf rund 16 Milliarden Dollar. Die Vorlage wandert als Nächstes in den Nationalrat. Mit einer endgültigen Verabschiedung des Gesetzes ist kaum vor dem nächsten Jahr zu rechnen.

Börse reagiert auf Nervosität

Die Diskussion über die regulatorische Zukunft hatte an den Märkten zuletzt für spürbare Unruhe gesorgt. Berichte über angebliche Gedankenspiele zu einer Sitzverlegung oder grenzüberschreitenden Zusammenschlüssen bewegten die Anleger.

Am Freitag legte die UBS-Aktie um 2,3 Prozent zu und beendete den Handel bei 43,59 Euro. Die politische Führung der Eidgenossenschaft signalisiert nun deutlich, dass sie an den schärferen Kapitalanforderungen festhalten will.

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