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UBS Aktie: Keller-Sutter hält Wegzug für unwahrscheinlich

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 10:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die UBS beziffert den zusätzlichen CET1-Bedarf auf rund 33 Milliarden US-Dollar; über strengere Regeln entscheidet noch der Nationalrat.

Moderner Bankschalter mit Glaspartitionen und Stahltresor im Hintergrund
UBS Group AG CH0244767585 zeigt einen modernen Bankschalterbereich mit eleganten Glaspartitionen und massiver Stahl-Tresortür Illustration mit AI erstellt.

Die Debatte um die regulatorische Zukunft der UBS spitzt sich weiter zu. Während in Bern über eine Verschärfung der Kapitalanforderungen verhandelt wird, bremst die Schweizer Politik Spekulationen über ein Ausweichen der Bank ins Ausland.

Finanzministerin Karin Keller-Sutter bezeichnete gestern einen Wegzug des Finanzkonzerns als unwahrscheinlich. Zuvor war über interne Überlegungen berichtet worden, wie sich die Abhängigkeit von der Schweizer Regulierung reduzieren ließe.

Milliardenlast durch strengere Eigenmittel

Auslöser der Diskussionen ist die Debatte über das künftige Eigenmittelregime nach der Übernahme der Credit Suisse. Nach Berechnungen der Großbank würde die vom Ständerat befürwortete Unterlegung ausländischer Beteiligungen allein bei der UBS AG einen zusätzlichen Bedarf an hartem Kernkapital (CET1) von rund USD 16 Mrd. auslösen.

Zusammen mit weiteren bereits im Raum stehenden Auflagen beziffert das Institut den gesamten zusätzlichen CET1-Bedarf seit dem Notkauf auf rund USD 33 Mrd.

Spekulationen über strategische Auswege

Diese drohende Kapitalbelastung hatte zuletzt Berichte über Gegenstrategien angefacht. Laut Medienberichten beriet die Bankführung über Wege, den regulatorischen Druck abzufedern.

Unter Berufung auf die Schweizer Zeitung «Blick» meldete Reuters, dass mehrere ausländische Geldhäuser Interesse an einem Zusammenschluss signalisiert haben sollen. Eine Bestätigung oder konkrete Verhandlungsergebnisse gibt es nicht, und die Bank lehnte eine Stellungnahme ab.

Für das Management entsteht damit ein komplexes Spannungsfeld. Das Institut betont in Positionspapieren den Schutz der Steuerzahler sowie die Funktion von AT1-Kapitalinstrumenten, warnt jedoch zugleich vor Wettbewerbsnachteilen durch überzogene Anforderungen. Ein weitreichender Schritt wie ein Teilumzug oder eine grenzüberschreitende Fusion stößt auf erhebliche politische Vorbehalte in der Schweiz.

Entscheidung im Parlament und Quartalszahlen

Eine endgültige Entscheidung über das Gesetzesvorhaben steht noch aus. Nachdem der Ständerat für strengere Vorschriften gestimmt hat, entscheidet im weiteren parlamentarischen Verfahren der Nationalrat.

Im vorbörslichen Handel notiert der Titel bei 42,82 Euro, was einem Zuwachs von 7,7 Prozent seit Jahresanfang entspricht.

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