Tongariro National Park, Neuseeland

Tongariro National Park: Neuseelands mystische Vulkanwelt erleben

17.05.2026 - 15:08:53 | ad-hoc-news.de

Der Tongariro National Park bei Taupo in Neuseeland vereint aktive Vulkane, heilige Stätten der M?ori und spektakuläre Wanderwege. Was Reisende aus Deutschland jetzt wissen sollten.

Tongariro National Park, Neuseeland, Reise
Tongariro National Park, Neuseeland, Reise

Schwefelduft liegt in der klaren Bergluft, der Wind pfeift über schwarze Lavafelder, und vor Ihnen leuchtet ein türkisblauer Kratersee: Der Tongariro National Park („Tongariro-Nationalpark“) auf Neuseelands Nordinsel gehört zu den Landschaften, die sich unauslöschlich einprägen. Zwischen Taupo und dem Central Plateau erheben sich mit Ruapehu, Ngauruhoe und Tongariro drei markante Vulkane, die sowohl geologisch als auch spirituell zu den bedeutendsten Orten des Landes zählen.

Der Tongariro National Park ist zugleich Neuseelands ältester Nationalpark und UNESCO-Welterbe – und eine der meistfotografierten Naturbühnen der Südhalbkugel. Für Reisende aus Deutschland ist er ein Höhepunkt jeder Route zwischen Auckland, Wellington und Rotorua, egal ob beim berühmten Tongariro Alpine Crossing, beim Skifahren oder bei stillen Spaziergängen durch nebelverhangene Wälder.

Tongariro National Park: Das ikonische Wahrzeichen von Taupo

Der Tongariro National Park liegt im Zentrum der neuseeländischen Nordinsel, rund 90 km südlich von Taupo. Er umfasst eine Fläche von gut 800 km² mit drei dominierenden Vulkanmassiven, weitläufigen Hochplateaus, alpinen Kräuterwiesen, Tussock-Graslandschaften und dichten Regenwäldern. Das Deutsche Auslandsbüro der UNESCO beschreibt den Park als „außergewöhnliche Kombination aus Natur- und Kulturwerten“, weil hier aktive Vulkanlandschaft und heilige Stätten der M?ori untrennbar ineinandergreifen.

Die Vulkane Ruapehu, Ngauruhoe und Tongariro prägen das Panorama: Schneebedeckte Gipfel ragen im Winter in den Himmel, während im Sommer schwarze Lavafelder, dampfende Fumarolen und leuchtende Seen ein fast surreales Bild erzeugen. GEO Saison und das ADAC Reisemagazin zählen das Tongariro Alpine Crossing seit Jahren zu den spektakulärsten Tageswanderungen weltweit – oft in einem Atemzug mit europäischen Klassikern wie alpinen Höhenwegen in der Schweiz.

Für deutsche Reisende ist der Tongariro National Park zudem gut einzuordnen: Er ist flächenmäßig größer als das gesamte Stadtgebiet von Berlin und stellt so etwas wie Neuseelands „Vulkan-Eiger“ dar – allerdings mit regelmäßiger vulkanischer Aktivität. Das macht den Besuch zu einem intensiven Naturerlebnis, das weit über den typischen Panoramablick hinausgeht.

Geschichte und Bedeutung von Tongariro National Park

Die Geschichte des Tongariro National Park ist eng mit den indigenen M?ori verknüpft. Die Vulkane gelten den lokalen iwi (Stammesgemeinschaften), insbesondere Ng?ti T?wharetoa, als tapu – heilig. Laut der neuseeländischen Tourismusbehörde Tourism New Zealand und dem Department of Conservation (DOC), das den Park verwaltet, sind die Gipfel Teil von Ahnenlinien und mythologischen Erzählungen. Sie symbolisieren Macht, Identität und Schutz der Gemeinschaft.

Ein entscheidender Moment war das Jahr 1887: Der M?ori-Häuptling Te Heuheu Tukino IV. schenkte der britischen Krone den heiligen Gipfelbereich von Tongariro, Ngauruhoe und Teilen des Ruapehu, um das Gebiet vor privater Zersiedelung zu bewahren. Dieses Geschenk legte den Grundstein für den späteren Nationalpark. Fachmagazine wie National Geographic Deutschland betonen, dass dies weltweit eines der frühesten Beispiele für ein indigen motiviertes Schutzabkommen zwischen indigener Bevölkerung und Kolonialmacht ist.

1894 wurde der Tongariro National Park offiziell als erster Nationalpark Neuseelands ausgewiesen. Damit ist er jünger als der US-amerikanische Yellowstone-Nationalpark, aber älter als viele europäische Schutzgebiete. In Deutschland etwa wurde der Nationalpark Bayerischer Wald erst 1970 gegründet – mehr als 70 Jahre später. Der Park wurde in den Jahrzehnten danach schrittweise erweitert, um zusätzliche Wälder, Hochlagen und Ökosysteme einzubeziehen.

1990 erklärte die UNESCO den Tongariro National Park zunächst zum Naturwelterbe. Drei Jahre später, 1993, folgte die Anerkennung als erstes gemischtes Welterbe (Natur und Kultur) weltweit. Laut UNESCO-Komitee war ausschlaggebend, dass die M?ori-Kultur und ihre spirituelle Verbindung mit dem Land wesentlich für das Verständnis der Landschaft sind. Damit wurde der Park zum Modellfall für den Umgang mit indigenem Wissen in Welterbegebieten.

Seitdem spielt die gemeinsame Verwaltung durch das Department of Conservation und Vertreter der M?ori eine Schlüsselrolle. In offiziellen DOC-Unterlagen wird betont, dass Managemententscheidungen – etwa zu Wegen, Schutzmaßnahmen oder Besuchslenkung – nur im Dialog mit den iwi getroffen werden. Dies unterscheidet den Tongariro National Park deutlich von vielen europäischen Nationalparks, in denen indigene Perspektiven keine historische Rolle spielen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auf den ersten Blick ist der Tongariro National Park eine reine Naturkulisse. Doch wer genauer hinschaut, erkennt, dass auch hier „Architektur“ im weiteren Sinne prägend ist – von historischen Lodges über Skigebiete bis zur geologischen Formensprache der Vulkane selbst.

Ein zentrales Bauwerk ist das Chateau Tongariro Hotel im Dorf Whakapapa. Die historische Lodge im neoklassizistischen Stil wurde Ende der 1920er-Jahre errichtet, um ein Gegenstück zu großen Grandhotels in den Alpen und in Nordamerika zu schaffen. Laut Berichten von Radio New Zealand und dem DOC wurde der Betrieb in den letzten Jahren wegen struktureller und wirtschaftlicher Herausforderungen mehrfach neu bewertet; der Status kann sich ändern, weshalb Besucher die aktuelle Situation vorab prüfen sollten. Die Fassade des Hotels mit ihren symmetrischen Proportionen vor dem massiven Ruapehu-Gipfel ist zu einem der ikonischsten Fotomotive des Parks geworden.

Die „Architektur“ der Vulkane selbst ist jedoch das eigentliche Kunstwerk der Natur. Der Stratovulkan Ruapehu ragt über 2.700 m in die Höhe und besitzt einen Kratersee, der sich in Intervallen erwärmt und abkühlt. Der perfekte Kegel des Ngauruhoe wurde durch wiederholte Eruptionen geformt, die über Jahrtausende Schutt und Lava aufgeschichtet haben. Der niedrigere, aber komplexe Tongariro besteht aus zahlreichen Kratern, Lavaflüssen und Nebenkuppen. Publikationen der neuseeländischen geologischen Behörde GNS Science beschreiben das Gebiet als eines der aktivsten vulkanischen Zentren Neuseelands.

Besonders eindrucksvoll sind die Farbspiele: Die berühmten Emerald Lakes (Emerald Lakes) leuchten in intensiven Türkis- und Grüntönen. Laut DOC entsteht die Farbgebung durch im Wasser gelöste Mineralien aus dem umliegenden Vulkangestein. Der Red Crater (Roter Krater) zeigt dagegen tiefrote, braune und schwarze Schichten, die an einen aufgeschnittenen Vulkan-Schichtkuchen erinnern.

Kulturell ist der Park mit geschnitzten Schnitzereien (carvings) und Informationstafeln ausgestattet, die an ausgewählten Orten auf die Bedeutung für die M?ori hinweisen. Die Gestaltung folgt bewusst zurückhaltenden, naturnahen Formen; es gibt keine großformatigen Monumente, sondern kleine, in die Umgebung integrierte Zeichen. Laut Tourism New Zealand ist dies Teil des Konzepts, die spirituelle Dimension des Ortes zu respektieren und nicht mit dominanten westlichen Architekturelementen zu überlagern.

Filmfans verbinden den Tongariro National Park zudem mit großen internationalen Produktionen. Teile der Region rund um den Ngauruhoe und die Hänge des Ruapehu dienten als Kulisse für die „Herr der Ringe“-Filmtrilogie. Offizielle Film-Tourismus-Webseiten von New Zealand Film Commission und Tourism New Zealand weisen darauf hin, dass der Park unter anderem als Vorlage für das düstere „Mordor“ und den Schicksalsberg diente. Für Besucher hat dies eine zusätzliche emotionale Ebene – viele Wandertouren werben dezent mit dieser Assoziation, ohne den kulturellen Respekt vor den heiligen Stätten zu verletzen.

Tongariro National Park besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Tongariro National Park liegt im zentralen Hochland der Nordinsel, zwischen Taupo im Norden und dem Desert Road-Korridor im Osten. Von Taupo aus sind es je nach Einstiegspunkt rund 1,5 bis 2 Stunden Autofahrt (etwa 100–120 km). Von Auckland aus sollten Reisende mit rund 4,5 bis 5,5 Stunden Fahrzeit rechnen, von Wellington mit etwa 4,5 Stunden.

    Für die Anreise aus Deutschland bieten sich Flüge nach Auckland oder Wellington an, meist mit Umstieg etwa in Dubai, Singapur, Hongkong oder an anderen großen Drehkreuzen. Die reine Flugzeit ab Frankfurt, München oder Berlin liegt – je nach Verbindung – meist bei über 24 Stunden mit Zwischenstopp. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) empfiehlt bei Fernreisen nach Neuseeland in der Regel mindestens eine Zwischenübernachtung zur Anpassung an Zeitverschiebung und Jetlag.

    Vor Ort verkehren Busse und Shuttle-Dienste von Taupo, Turangi oder National Park Village zu den Wanderparkplätzen, insbesondere in der Hauptsaison für das Tongariro Alpine Crossing. Mietwagen sind weit verbreitet; in Neuseeland gilt Linksverkehr. Die nationalen Tourismusinformationen weisen darauf hin, dass Straßenbedingungen im Winter stark witterungsabhängig sein können.
  • Öffnungszeiten
    Der Tongariro National Park als Schutzgebiet ist ganzjährig zugänglich, es gibt keine Zaun- oder Schrankenöffnungszeiten wie bei einem Museum. Einzelne Einrichtungen wie Besucherzentren, Unterkünfte, Skigebiete oder geführte Touren folgen jedoch eigenen Öffnungszeiten. Das Department of Conservation empfiehlt, die aktuellen Öffnungszeiten und eventuelle Sperrungen (z.?B. nach starken Regenfällen, bei Lawinengefahr oder erhöhter vulkanischer Aktivität) vor der Anreise direkt auf der offiziellen DOC-Website oder bei lokalen Informationszentren zu prüfen.
  • Eintritt
    Der Zugang zum Nationalpark selbst ist in Neuseeland traditionell kostenfrei, wie offizielle Informationen von DOC und Tourism New Zealand bestätigen. Für Parkplätze, Shuttle-Services, geführte Touren oder bestimmte Aktivitäten können jedoch Gebühren anfallen. Preise variieren nach Saison, Anbieter und Leistungsumfang. Orientierungshalber sollten Reisende mit Beträgen im Bereich mehrerer Dutzend Euro pro Person (in Neuseeland-Dollar) für Shuttles oder geführte Tagestouren rechnen. Konkrete Beträge ändern sich regelmäßig, daher ist ein Blick auf die Websites der Anbieter kurz vor Reiseantritt sinnvoll.
  • Beste Reisezeit
    Neuseeland liegt auf der Südhalbkugel, die Jahreszeiten sind daher gegenüber Deutschland umgekehrt. Die Hauptsaison für Wanderungen im Tongariro National Park ist der neuseeländische Sommer von etwa Dezember bis März. Dann sind die Tage lang, die Schneefelder zurückgedrängt und die Temperaturen milder, wobei es in den Höhenlagen auch im Sommer schnell 5–10?°C kühl sein kann. Der Winter von Juni bis August eignet sich vor allem für Wintersport am Ruapehu, bringt jedoch Schnee, Eis und deutlich anspruchsvollere Bedingungen für Wanderer mit sich.

    Das DOC empfiehlt, das Tongariro Alpine Crossing in der Hochsaison möglichst früh am Morgen zu beginnen, um Wetterumschwüngen und Andrang etwas auszuweichen. Schulferien in Neuseeland und Feiertage können zu deutlich höherem Besucheraufkommen führen.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Ausrüstung
    In Neuseeland sind Englisch und Te Reo M?ori Amtssprachen. In touristischen Regionen wie Taupo und im Tongariro National Park ist Englisch die dominierende Verkehrssprache; Deutschkenntnisse sind selten, aber viele Anbieter sind an europäische Gäste gewöhnt. Wer grundlegende Englischkenntnisse mitbringt, kommt gut zurecht.

    Bezahlt wird in Neuseeland mit dem neuseeländischen Dollar (NZD). In Städten und touristischen Zentren kann fast überall mit Kreditkarte gezahlt werden, häufig kontaktlos; auch Mobile-Payment-Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay werden oft akzeptiert. Deutsche Girocards werden nicht immer zuverlässig akzeptiert, daher empfiehlt sich eine Kreditkarte (Visa, Mastercard) und etwas Bargeld für kleinere Beträge. Die Deutsche Bank und Verbraucherschutzstellen raten, vor Abreise auf Auslandseinsatzgebühren der eigenen Karte zu achten.

    Trinkgeld ist in Neuseeland weniger stark etabliert als in Nordamerika oder Teilen Europas. In Restaurants wird bei gutem Service häufig ein freiwilliges Trinkgeld von etwa 5–10?% gegeben, ist aber nicht zwingend. Bei geführten Touren sind kleine Anerkennungen üblich, allerdings ohne starre Regeln.

    Für Wanderungen, insbesondere das Tongariro Alpine Crossing, sind gute Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung im Zwiebelschalenprinzip, Sonnenhut, Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, ausreichend Wasser und Energieriegel essentiell. Die UV-Strahlung ist in Neuseeland wegen der sauberen Luft und der geographischen Lage höher als in Deutschland, wie der neuseeländische Gesundheitsdienst betont. Wetterumschwünge können innerhalb weniger Stunden von Sonnenschein zu Nebel, Wind und Regen führen; die Ausstattung sollte darauf vorbereitet sein.
  • Sicherheit und Vulkanismus
    Der Tongariro National Park ist ein aktives Vulkangebiet. Das GeoNet-Überwachungssystem von GNS Science und die neuseeländische Zivilschutzbehörde beobachten die Aktivität kontinuierlich. Kleinere Eruptionen, Gasemissionen und Kratersee-Veränderungen wurden in der Vergangenheit verzeichnet. Besucher sollten sich vor Wanderungen über die aktuelle Warnstufe informieren; das DOC veröffentlicht entsprechende Hinweise in Visitor Centres und online. Bei erhöhter Aktivität können Wege vorübergehend gesperrt oder Routen verlegt werden.

    Allgemeine Sicherheitshinweise umfassen das Mitführen eines Mobiltelefons mit ausreichend Akku (Netzabdeckung ist nicht überall gegeben), idealerweise eines einfachen Notfall-PLB (Personal Locator Beacon) bei längeren Touren sowie das Hinterlassen eines Tourenplans bei Unterkunft oder Freunden. Der neuseeländische Alpenschutz rät davon ab, bei unsicherer Wetterlage ohne erfahrene Bergführer in höher gelegenes Terrain aufzubrechen.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Neuseeland liegt außerhalb der EU und des Schengenraums. Deutsche Staatsbürger benötigen für touristische Kurzaufenthalte in der Regel kein klassisches Visum, aber eine elektronische Reisegenehmigung (NZeTA) sowie die Zahlung einer Touristenabgabe, wie das Auswärtige Amt und die neuseeländische Einwanderungsbehörde mitteilen. Anforderungen können sich ändern; daher sollten deutsche Staatsbürger die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie auf den offiziellen neuseeländischen Regierungsseiten prüfen.

    Aufgrund der großen Entfernung ist eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption dringend angeraten. Innerhalb Neuseelands ist das Gesundheitssystem gut ausgebaut, in ländlichen Regionen können Wege zur nächsten Klinik jedoch länger sein. Standardimpfungen sollten laut Empfehlungen des Robert Koch-Instituts aktuell sein; spezielle Impfungen sind für den Tongariro National Park nach derzeitigem internationalen Kenntnisstand nicht erforderlich.
  • Zeitverschiebung
    Neuseeland liegt etwa 10 bis 12 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ), abhängig von den jeweiligen Sommerzeitregelungen in Europa und Neuseeland. Während des neuseeländischen Sommers (ungefähr Ende September bis Anfang April) beträgt der Unterschied meist 12 Stunden zur MEZ; in der deutschen Sommerzeit kann sich die Differenz verschieben. Für die Reiseplanung und Kommunikation nach Hause ist es sinnvoll, die aktuelle Zeitverschiebung vor Abflug zu prüfen.

Warum Tongariro National Park auf jede Taupo-Reise gehört

Wer von Taupo aus Richtung Süden fährt, spürt, wie sich die Landschaft verändert: Der große Kratersee Lake Taupo bleibt zurück, das Land steigt an, und am Horizont zeichnen sich die markanten Vulkankegel ab. Der Tongariro National Park ist mehr als eine Attraktion unter vielen – er ist ein Schlüssel zum Verständnis der neuseeländischen Nordinsel.

Für Wanderfreunde ist insbesondere das Tongariro Alpine Crossing ein Magnet. Der rund 19 km lange Weg gilt laut DOC und zahlreichen internationalen Outdoor-Magazinen als eine der besten Tageswanderungen der Welt. Er führt von Mangatepopo über den Red Crater zu den Emerald Lakes und weiter über alpine Hänge und Tussock-Landschaften hinaus ins Tal. Auf der Strecke passieren Wanderer Bimsfelder, erloschene Krater und aktive Fumarolen – eine Verdichtung der vulkanischen Geschichte des Parks auf einen Tag.

Doch der Tongariro National Park ist nicht nur etwas für sportliche Experten. Kürzere Spaziergänge, etwa die Taranaki Falls Walk oder der Whakapapa Nature Walk, ermöglichen auch weniger geübten Besuchern Einblicke in die Flora und Fauna. Es gibt familienfreundliche Wege mit moderater Steigung, Aussichtspunkte mit Blick auf Wasserfälle und Krater sowie Lehrpfade, die die Bedeutung des Parks für die M?ori erklären.

Im Winter verwandeln sich die Hänge des Ruapehu in ein wichtiges Skigebiet der Nordinsel. Schneesport hat hier eine lange Tradition; Neuseelands Skiszene spricht vom Ruapehu als „Hausberg“ der Nordinsel. Die Skigebiete und Lifte werden in enger Abstimmung mit Naturschutzauflagen betrieben. Für deutsche Reisende kann Skifahren im neuseeländischen Winter eine reizvolle Option sein, wenn in den Alpen gerade Sommer herrscht – so entsteht ein „zweiter Winter“ auf der anderen Seite der Erde.

Ein weiterer Grund, warum der Tongariro National Park auf kaum einer Neuseeland-Route fehlen sollte, ist die kulturelle Tiefe. Viele geführte Touren beinhalten Elemente der M?ori-Kultur, etwa die Erklärung traditioneller Begriffe oder das Erzählen von Legenden, die die Entstehung der Vulkane beschreiben. Institutionen wie Te Papa Tongarewa (das Nationalmuseum in Wellington) und lokale Kulturzentren verweisen auf die zentrale Rolle von Tongariro und Ruapehu in den Schöpfungsmythen der M?ori. Wer die Landschaft mit diesem Hintergrund besucht, erlebt sie intensiver und respektvoller.

Praktisch gesehen lässt sich der Besuch des Tongariro National Park gut mit weiteren Highlights der Region kombinieren: Taupo mit seinen heißen Quellen, die geothermalen Wunderlandschaften rund um Rotorua, die Hauptstadt Wellington im Süden sowie die Küstenlandschaften des Taranaki-Gebiets bieten zahlreiche Möglichkeiten, eine abwechslungsreiche Route zu gestalten. Viele deutsche Reiseveranstalter integrieren den Park daher standardmäßig in Rundreisen über die Nordinsel, wie Branchenberichte im Handelsblatt und im FVW-Reisemarkt zeigen.

Nicht zuletzt hat der Park eine starke emotionale Wirkung. Viele Besucher berichten – in Reiseberichten etablierter Medien wie der Süddeutschen Zeitung oder der NZZ – von einem Gefühl der Demut angesichts der sichtbaren Erdkräfte. Der Blick in einen aktiven Krater, das leise Zischen der Fumarolen, das plötzliche Aufziehen von Wolken: All das macht deutlich, wie dynamisch der Planet ist. Für Menschen aus dicht besiedelten mitteleuropäischen Regionen ist dies eine seltene Konfrontation mit ursprünglicher Naturkraft.

Tongariro National Park in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Der Tongariro National Park ist längst ein Star der sozialen Medien: Fotos von den Emerald Lakes, Videos von winterlichen Skiabfahrten und Drohnenaufnahmen der Kraterlandschaften erreichen regelmäßig hohe Reichweiten. Reisende teilen ihre Erfahrungen auf Instagram, TikTok und YouTube, oft mit konkreten Tipps zu Ausrüstung, Wetter und Routenwahl. Offizielle Accounts von DOC und regionalen Tourismusorganisationen nutzen Social Media gezielt, um Sicherheitsinformationen zu verbreiten, Besucherströme zu lenken und für respektvolles Verhalten in sensiblen Naturbereichen zu werben.

Häufige Fragen zu Tongariro National Park

Wo liegt der Tongariro National Park genau?

Der Tongariro National Park befindet sich im Zentrum der neuseeländischen Nordinsel, südlich von Taupo und nördlich von Wellington, im sogenannten Central Plateau. Er umfasst die Vulkanmassive Ruapehu, Ngauruhoe und Tongariro sowie umliegende Hochland- und Waldgebiete.

Warum ist der Tongariro National Park UNESCO-Welterbe?

Die UNESCO hat den Tongariro National Park sowohl wegen seiner außergewöhnlichen Vulkanlandschaft als auch wegen seiner kulturellen Bedeutung für die M?ori als Welterbe anerkannt. Er war 1993 der erste Ort weltweit, der offiziell als gemischtes Welterbe (Natur und Kultur) eingestuft wurde. Die spirituelle Verbindung der indigenen Bevölkerung mit den heiligen Bergen ist ein zentraler Bestandteil dieser Anerkennung.

Kann das Tongariro Alpine Crossing ohne Bergführer gegangen werden?

Das Tongariro Alpine Crossing wird von vielen geübten Wanderern eigenständig begangen, vorausgesetzt, sie sind gut vorbereitet, haben geeignete Ausrüstung, verfolgen den Wetterbericht und beachten Sicherheits- und Wegemarkierungen. Organisationen wie das Department of Conservation empfehlen jedoch vor allem in der Nebensaison, bei Schnee oder unsicheren Wetterbedingungen einen zertifizierten Bergführer zu buchen. Unerfahrene Wanderer sollten generell nur in Begleitung erfahrener Guides oder in Gruppen aufbrechen.

Was ist die beste Reisezeit für den Tongariro National Park aus deutscher Sicht?

Für klassische Wanderungen bieten sich die neuseeländischen Sommermonate von Dezember bis März an, wenn die Tage länger und die Wege in höheren Lagen meist schneefrei sind. Wer Skifahren möchte, plant eher zwischen Juni und August. Da das Wetter in den Bergen schnell umschlagen kann, ist flexible Planung wichtig – Regenjacke und warme Kleidung gehören unabhängig von der Jahreszeit ins Gepäck.

Wie lange sollte man für einen Besuch einplanen?

Viele Reisende planen mindestens zwei bis drei Tage im und um den Tongariro National Park ein, um eine größere Wanderung wie das Tongariro Alpine Crossing, einen kürzeren Rundweg und eventuell einen zusätzlichen Ausflug (zum Beispiel nach Taupo oder zu heißen Quellen) zu kombinieren. Wer mehrere Wanderungen, Kulturprogramme oder einen Skitag integrieren möchte, profitiert von vier bis fünf Tagen oder einem längeren Aufenthalt in der Region.

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