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State Street Aktie: Trump-Konten starten mit SPYM

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 17:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rund 70 Millionen Kinderkonten investieren zunächst in State Streets SPYM; bereits mehr als 4,5 Milliarden US-Dollar flossen ein.

Flatlay mit Aktienzertifikat, ISIN-Karte, Feder und Goldmünzen auf Holztisch
State Street Corp. (US8574771031) illustriert Flatlay mit Aktienzertifikat, ISIN-Karte, Füllfederhalter und Goldmünzen Illustration mit AI erstellt.

Rund 70 Millionen automatisierte Konten für Minderjährige bescheren dem US-Finanzkonzern State Street einen unerwarteten Vermögenszuwachs. Das US-Finanzministerium hat für berechtigte Kinder unter 18 Jahren mit gültiger Sozialversicherungsnummer standardmäßig sogenannte Trump-Konten eingerichtet.

Zum Start fließen die Gelder exklusiv in den hauseigenen Indexfonds SPYM von State Street, der den S&P 500 abbildet. Über 4,5 Milliarden US-Dollar aus staatlichen Anschubhilfen, Familienbeiträgen sowie Spenden sind bereits auf den neuen Konten eingegangen.

Exklusiver Startvorteil im US-Altersvorsorgegeschäft

Konkurrierende Indexprodukte großer Anbieter wie Vanguard oder BlackRock standen zum Start der Initiative zunächst nicht zur Auswahl. Mehr als 70 Unternehmen sagten bereits Beitragszahlungen für den Nachwuchs ihrer Beschäftigten zu. Einzahlungen auf die Konten sind bis zum 18. Lebensjahr möglich, bevor das Vermögen in eine traditionelle Altersvorsorge übergeht.

Das Mandat stärkt die Marktposition des Instituts als ETF-Anbieter nachhaltig. Bei der extrem niedrigen Kostenquote des Fonds von 0,02 Prozent summieren sich die jährlichen Gebühreneinnahmen aus den bisherigen Mitteln zwar zunächst auf überschaubare 900.000 US-Dollar.

Branchenbeobachter verweisen jedoch auf das langfristige Potenzial stetiger Mittelzuflüsse, wenngleich der allgemeine Margendruck im ETF-Segment und laufende Betriebskosten als Risikofaktoren bestehen bleiben.

Verwahrgeschäft in Europa behauptet Spitzenplatz

Auch im traditionellen Dienstleistungsgeschäft für institutionelle Kunden meldet der Konzern Erfolge. Am europäischen Fondsstandort Luxemburg verteidigte State Street laut Global Custodian seine führende Rolle im Verwahrgeschäft. Das gesamte luxemburgische Fondsvermögen kletterte zuletzt auf ein Volumen von 9,4 Billionen Euro. Im Segment der Transferstellen belegt der Finanzkonzern hinter CACEIS den zweiten Rang.

Zudem bekräftigte das Analysehaus TD Cowen am vergangenen Donnerstag seine Zuversicht für die Aktie und nahm die Einstufung mit einem Kaufvotum sowie einem Kursziel von 205 US-Dollar auf. Die Analysten verwiesen unter anderem auf die solide Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal, in dem der Gewinn je Aktie mit 3,65 US-Dollar die Erwartungen übertraf.

Bewertung und charttechnischer Rahmen

An der Börse notiert die Aktie von State Street bei 157,40 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit ein Plus von 41 Prozent. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 168,60 Euro, das Mitte August markiert wurde, verbleibt ein Abstand von 6,6 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Marktteilnehmer nun Aufschluss darüber, wie stark die Neuzuflüsse die zinsabhängigen Erträge der Verwahrbank ergänzen können.

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