I-80, Gold

I-80 Gold Aktie: Bohrungen übertreffen Erwartungen

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 12:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de

I-80 Gold trifft außerhalb der bekannten Ressource auf Gold und Silber. Die Ergebnisse könnten eine spätere Neubewertung von Mineral Point stützen.

I-80 Gold: Step-Out-Bohrungen erweitern Mineral-Point-Potenzial
Abstrakte Darstellung einer Goldmine mit Fokus auf geologische Gesteinsstrukturen und industrielle Exploration. Illustration mit AI erstellt.

Manchmal reicht ein einziges Bohrloch, um ein ganzes Projekt neu zu bewerten. Bei i-80 Gold sind es gleich mehrere: Die ersten Assay-Ergebnisse aus dem Mineral-Point-Projekt in Nevada zeigen genau dort Gold- und Silbermineralisierung, wo das Unternehmen sie sich erhofft hatte — und teilweise deutlich außerhalb der bisher bekannten Ressourcengrenzen.

Step-Out-Bohrungen liefern Überraschungen

Von 35 ausgewerteten Bohrlöchern lagen 19 außerhalb der bestehenden Mineralressource. Alle 19 stießen auf Mineralisierung, mehr als die Hälfte davon über Abschnitte von über 100 Metern.

Die stärksten Werte kamen aus Loch iMP26-23 mit 1,70 Gramm Gold und 61,5 Gramm Silber pro Tonne über 170,7 Meter, sowie aus dem namensgebenden Step-Out-Loch iMP26-07 mit 1,33 Gramm Gold und 39,2 Gramm Silber über 225,6 Meter.

Besonders interessant: Die Ausdehnung nach Osten. Dort hatte bereits Homestake Mining in den frühen 1990er-Jahren vereinzelt gebohrt, ohne damals ein wirtschaftliches Bild zu erkennen — der Goldpreis war schlicht zu niedrig. i-80 Gold sieht laut eigener Einschätzung nun Potenzial, die Mineralisierung um etwa einen Kilometer entlang des Streichens und 300 Meter in der Breite zu erweitern.

Großes Ressourcenpotenzial, noch früher Projektstatus

Mineral Point ist mit indizierten Ressourcen von rund 3,4 Millionen Unzen Gold und 104 Millionen Unzen Silber das größte Asset im i-80-Portfolio. Eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie aus dem Februar 2025 skizzierte eine 17-jährige Minenlaufzeit mit jährlich rund 280.000 goldäquivalenten Unzen nach Hochlauf.

Die aktuellen Bohrergebnisse liegen außerhalb dieses Modells und stellen damit zusätzliches Aufwärtspotenzial für eine künftige Ressourcenschätzung dar.

Das laufende Bohrprogramm für 2026/2027 zielt auf insgesamt rund 130.000 Meter über 300 Löcher ab, wovon bis Ende August rund 30.000 Meter mit inzwischen sieben Bohrgeräten abgeschlossen waren.

Finanziert wird ein Teil davon aus einer Lizenzvereinbarung mit Franco-Nevada, die im März 2026 abgeschlossen wurde und bereits 25 Millionen Dollar für Mineral Point bereitgestellt hat.

Ergänzend zeigt sich das Interesse am Ruby-Hill-Komplex auch von externer Seite: Ein Streaming-Anbieter hat jüngst einen Silberstream über das Areal erworben, der mit dem geplanten Produktionsstart bei Mineral Point — derzeit für 2031 angepeilt — deutlich zunehmen soll.

Die geplante Pre-Feasibility-Studie für Mineral Point soll bis Mitte 2027 vorliegen. Bis dahin laufen Infill-Bohrungen, metallurgische und geotechnische Untersuchungen parallel weiter — das Bohrprogramm selbst soll voraussichtlich im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein, kann sich je nach Assay-Ergebnissen aber noch verschieben.

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