HMS Bergbau Aktie: Zahlen ohne Überraschung
Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 12:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die endgültigen Halbjahreszahlen bringen keine Korrekturen. HMS Bergbau bestätigt heute die vorläufigen Werte für 2026 und liefert damit Klarheit über ein Halbjahr, das vom Wechsel der Rechnungslegung geprägt ist. An der Börse gab die Aktie zuletzt um rund 1,2 Prozent auf 38 Euro nach.
Umsatz fast verdoppelt, EBITDA mit Sondereffekt
Der Umsatz stieg von 0,64 Milliarden auf 1,1 Milliarden Euro. Das EBITDA legte von 8,4 Millionen auf 22,5 Millionen Euro zu. Ein Teil davon ist allerdings einmalig: Die Erstkonsolidierung des südafrikanischen Bergbauunternehmens Hoshoza Resources Vryheid trug 8,4 Millionen Euro bei.
Bereinigt um diesen Effekt liegt das operative EBITDA bei 14,1 Millionen Euro. Das ist immer noch deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum, auch wenn der Vergleich hinkt. HMS bilanzierte 2025 noch nach HGB, nun gilt IFRS. Die Vorjahreswerte sind deshalb nur eingeschränkt vergleichbar.
Was das Wachstum trägt
Die Impulse kamen vor allem aus dem klassischen Handel mit Massenschüttgütern und dem 2025 aufgebauten Geschäft mit Flüssigbrenn- und Schmierstoffen. Dahinter steht eine anhaltend hohe Nachfrage nach Kohleprodukten in Schwellen- und Entwicklungsländern.
Die Internationale Energieagentur rechnet für das laufende Jahr mit einem Anstieg des globalen Kohleverbrauchs um 1,2 Prozent auf knapp 9 Milliarden Tonnen. Für 2026 war zuvor noch ein leichter Rückgang erwartet worden.
Der Konzern baut zudem den Bereich Metallerze deutlich aus. Im ersten Halbjahr nahm HMS ihre metallurgischen Kohleminen in Botswana und Südafrika in Betrieb. Damit wandelt sich das Unternehmen Schritt für Schritt vom reinen Händler zum Produzenten.
Die Krisen im Nahen Osten und ihre Folgen für die globale Energieversorgung belasteten das Geschäft nach Unternehmensangaben nicht.
Kursbild bleibt gemischt
Die Aktie steht über drei Monate rund 10 Prozent im Minus, auf Sicht von fünf Tagen etwa 5 Prozent. Die Bestätigung der Zahlen löst also keinen Kurssprung aus. Sie nimmt aber Unsicherheit über die Bilanzqualität heraus, denn die Eckdaten stehen nun im vollständigen Halbjahresbericht, der auf der Unternehmenswebsite im Bereich Investor Relations bereitsteht.
Der Blick richtet sich jetzt auf die Produktionsseite. Wie stark die neuen Minen in Botswana und Südafrika das zweite Halbjahr prägen, zeigt sich erst in den nächsten Berichten. Das bereinigte EBITDA von 14,1 Millionen Euro bildet dafür die Messlatte.
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