Gold: Goldman Sachs sieht Aufwärtstrend intakt
Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 07:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Trotz eines gebremsten Anstiegstempos bleibt die übergeordnete Struktur am Goldmarkt nach Einschätzung von Goldman Sachs nach oben gerichtet. Das langfristige Kursziel für das Ende des Jahres 2027 ließen die Analysten unverändert bei 5.400 US-Dollar.
Am Freitag ging die Feinunze an den Terminmärkten mit einem Tagesplus von 0,9 Prozent bei 4.382,82 US-Dollar aus dem Handel. Der Rohstoff behauptete damit seine Gewinne, die er im Nachgang der Fed-Sitzung am vergangenen Mittwoch verzeichnete; seither legte der Preis um 2,8 Prozent zu.
Notenbanken und ETF-Käufe stützen den Markt
Als wichtigste Stütze für das Edelmetall hebt Goldman Sachs die unvermindert hohe Nachfrage der Währungshüter hervor. Weltweit kauften Zentralbanken zuletzt rund 91 Tonnen Gold pro Monat. Vor dem Jahr 2022 lag dieser Schnitt noch bei lediglich 17 Tonnen monatlich. Für die Jahre 2026 und 2027 rechnet das Bankhaus weiterhin mit Käufen von durchschnittlich 60 Tonnen im Monat.
Gleichzeitig verzeichneten auch Finanzprodukte wieder spürbare Zuflüsse. Im August flossen weltweit 18 Milliarden US-Dollar in physisch hinterlegte Gold-ETFs – der zweithöchste monatliche Wert der Historie. Das in diesen Fonds verwaltete Gesamtvermögen wuchs dadurch auf 615 Milliarden US-Dollar an.
Auch physische Umschichtungen verdeutlichen das veränderte Risikobewusstsein: Die niederländische Zentralbank verlagerte zwischen März und August 86 Tonnen Gold aus New York und Ottawa nach London, wodurch der in London gelagerte Anteil ihrer Bestände auf 32,1 Prozent stieg.
Risiken durch straffere Geldpolitik
Die Zurückhaltung bei den kurzfristigen Kurszielen begründet Goldman Sachs mit dem geldpolitischen Gegenwind. Ein falkenhafter Kurs der Zentralbanken begrenzt den Spielraum für spekulatives Kapital.
Gegenüber seinem 52-Wochen-Hoch von 5.598,58 US-Dollar weist Gold derzeit zwar einen Abschlag auf, die strukturellen Nachfragefaktoren durch Notenbanken und private Vermögensverwalter federn Abgaben jedoch verlässlich ab.
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