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Gold: ETFs verzeichnen zehnte Zufluss-Woche

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 12:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de

ETF-Zuflüsse und Zentralbankkäufe stützen Gold, während hohe US-Anleiherenditen eine stärkere Erholung begrenzen.

Goldpreis stabilisiert sich nach schwächeren US-Inflationsdaten
Gestapelte Goldbarren auf einer dunklen Schieferplatte bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Schwächere US-Inflationsdaten verschaffen dem Goldpreis zum Auftakt des vierten Quartals etwas Erleichterung. Nachdem jüngste Zahlen zu den PCE-Verbraucherpreisen die Markterwartungen bezüglich weiterer Zinserhöhungen gedämpft haben, stabilisiert sich die Notierung. Allerdings bremsen parallel anhaltend hohe Renditen für US-Staatsanleihen eine dynamischere Erholungsbewegung aus.

Im September hatte das Edelmetall Medienberichten zufolge rund sechs Prozent an Wert eingebüßt. Belastet wurde der Kurs vor gut einer Woche durch falkenhafte Signale der Federal Reserve, die die Tür für eine zusätzliche geldpolitische Straffung offenließ.

Am heutigen Handelstag tendiert das Edelmetall bei 4.158,17 US-Dollar je Feinunze kaum verändert. Damit notiert der Markt rund 4,1 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 4.335,30 US-Dollar.

Anhaltende Nachfrage über börsengehandelte Fonds

Gegenwind von den Zins- und Anleihemärkten trifft derweil auf ein anhaltendes Kaufinteresse bei Investoren. Nach Angaben des Branchenverbands World Gold Council verzeichneten physisch besicherte Gold-ETFs in der vergangenen Woche bereits die zehnte Woche in Folge Nettozuflüsse.

Am Montag bekannt gewordene Daten beziffern die Zuflüsse der Vorwoche auf 1,72 Milliarden US-Dollar, denen Rücknahmen im Volumen von 1,59 Milliarden US-Dollar gegenüberstanden.

Diese Serie festigte einen bereits im Spätsommer sichtbaren Trend. Für den Monat August hatte der World Gold Council globale Nettozuflüsse in Höhe von 18 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Die durch die Fonds gehaltenen Bestände legten dabei um 121 Tonnen auf insgesamt 4.189 Tonnen zu. Die Käufe spiegeln das anhaltende Bedürfnis institutioneller Anleger wider, Portfolios gegen geldpolitische und geopolitische Risiken abzusichern.

Zentralbanken bleiben verlässliche Käufer

Parallel zum ETF-Sektor stützen die Notenbanken den Markt durch kontinuierliche Zukäufe. Der Verband bezifferte die Netto-Zentralbankkäufe für das zweite Quartal 2026 auf 289 Tonnen. Zudem lenkt der geplante Gipfel zwischen Donald Trump und Xi Jinping den Blick institutioneller Akteure auf den Rohstoff als Absicherungsinstrument.

Auf dieser Basis blicken Marktbeobachter zuversichtlich auf die kommenden Quartale. Die Experten rechnen für das Gesamtjahr mit Notenbankkäufen von durchschnittlich 50 Tonnen pro Monat.

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