Gold: 1,8 Prozent Minus nach Fed-Straffung
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 04:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Restriktive Töne aus den Reihen der US-Notenbank Federal Reserve haben das Edelmetall spürbar belastet. Am gestrigen Mittwoch gab der Spotpreis für eine Feinunze Gold um 1,8 Prozent auf 4.284,38 US-Dollar nach. Marktteilnehmer reagierten damit auf Aussagen von Notenbankvertretern, die auf eine anhaltend straffe Zinspolitik hindeuteten und dem US-Dollar Auftrieb verliehen.
Straffungskurs der US-Notenbank stärkt den Dollar
Die Aussicht auf längerfristig hohe Finanzierungskosten dämpft das Interesse an dem zinslosen Edelmetall.
Laut Reuters preisten Händler im Vorfeld dieser Entscheidung nach starken Inflationsdaten und einer zwischenzeitlichen Rohölrally eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine geldpolitische Straffung ein.
Die jüngsten geldpolitischen Signale führten dazu, dass Anleger eine anhaltend restriktive Linie der Notenbank für das Jahr 2026 erwarten. Parallel dazu beobachten Marktteilnehmer weiterhin die geopolitischen Risiken und die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten, die dem Markt zumindest eine gewisse Grundabsicherung bieten.
Zentralbankkäufe und Positionierung an den Terminmärkten
Einen stabilisierenden Gegenpol zur Zinsunsicherheit bildet die Nachfrage der Notenbanken. Wie der World Gold Council mitteilte, beliefen sich die weltweiten Netto-Goldkäufe der Zentralbanken im Juli auf 23 Tonnen. Seit Jahresbeginn summieren sich die Zukäufe damit auf rund 130 Tonnen, verglichen mit rund 160 Tonnen im Vorjahreszeitraum.
Besonders die People’s Bank of China baute ihre Reserven zuletzt kräftig aus. Die chinesische Zentralbank meldete für den August einen Zukauf von 20,2 Tonnen – der größte monatliche Zuwachs seit Oktober 2023. Damit stiegen die offiziellen Goldbestände des Landes den 22. Monat in Folge auf insgesamt 2.387 Tonnen.
An den Terminmärkten agierten spekulative Investoren zuletzt etwas zurückhaltender. Ein neues Bild über die Positionierung der Marktteilnehmer liefert die Veröffentlichung des nächsten wöchentlichen Berichts am morgigen Freitag.
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