Equitas Bank: Steuerbehörde fordert 534 Crore
Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 13:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine steuerliche Zahlungsaufforderung belastet die Equitas Small Finance Bank. Das Wertpapier verzeichnete heute ein Minus von 5,3 Prozent und fiel auf 67,03 INR. Auslöser der Verunsicherung ist ein behördliches Anhörungsschreiben der Steuerbehörden von Tamil Nadu, das erhebliche Nachforderungen für das Geschäftsjahr 2022-23 in den Raum stellt.
Die Behörde fordert in dem Schreiben einen Gesamtbetrag von 533,81 Crore INR im Rahmen der Goods and Services Tax (GST). Die Summe setzt sich aus 485,18 Crore INR an Steuern, 11,11 Lakh INR an Zinsen sowie einer Strafe von 48,52 Crore INR zusammen.
Die Bank stellte klar, dass es sich bei dem Bescheid weder um eine endgültige Festsetzung noch um eine bereits feststehende Verbindlichkeit handelt. Mögliche finanzielle Auswirkungen lassen sich nach Unternehmensangaben zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bestimmen.
Kapitalmaßnahmen zur Stärkung der Eigenmittel
Abseits der steuerlichen Forderungen treibt das Institut seine Refinanzierung voran. Medienberichten zufolge plant die Bank die Aufnahme von bis zu 5 Milliarden INR über eine zehnjährige Anleiheemission. Das Papier soll mit einem Kupon von 9,95 Prozent ausgestattet sein, eine Kündigungsoption nach fünf Jahren beinhalten und verfügt über ein Rating von CARE AA-.
Dieser Schritt folgt auf einen formellen Beschluss der Unternehmensführung. Bereits am 16. September hatte das Führungsgremium eine Privatplatzierung von bis zu 50.000 nachrangigen Schuldverschreibungen genehmigt.
Die nicht wandelbaren Papiere mit einem Nennwert von jeweils 100.000 INR zielen auf ein Gesamtemissionsvolumen von bis zu 500 Crore INR ab. Das Institut beabsichtigt, die aufgenommenen Mittel als regulatorisches Kernkapital der Kategorie Lower Tier-II nach den Basel-II-Richtlinien anrechnen zu lassen.
Veränderungen im Führungsgremium
Parallel dazu kam es zu einer personellen Veränderung im Aufsichtsorgan des Finanzhauses. Mit Ablauf des Dienstags schied Prof. SamirKumar Barua nach dem regulären Ende seiner Amtszeit als unabhängiger Direktor aus dem Board of Directors aus.
Bereits am Montag hatte das Management den Dialog mit dem Kapitalmarkt gesucht. Im Rahmen einer von Kotak Securities organisierten Roadshow führte die Bank in Mumbai Einzelgespräche mit institutionellen Investoren und Branchenanalysten, um die operative Ausrichtung und die Kapitalplanung zu erläutern.
Durch den jüngsten Kursrückschlag hat sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch vergrößert; die Aktie notiert aktuell 20 Prozent unter ihrem Jahreshöchststand. Für Marktteilnehmer stehen in den kommenden Wochen vor allem die weiteren rechtlichen Schritte im Steuerverfahren im Fokus.
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