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Deutsche Bank Aktie: Verwahrdienst für Kryptowerte startet 2026

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 15:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Hohe Vorjahreswerte bremsen das Investmentbanking; zugleich setzt die Deutsche Bank auf KI und plant digitale Verwahrung.

Globaler Trading-Floor mit Weltkarte, Börsenhändlern und Wechselkurs-Displays
Finanz-Editorial eines globalen Trading-Floors mit beleuchteter Weltkarte und Wechselkurs-Displays für Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008). Händler an Workstations mit EUR/USD-, GBP/USD- und USD/JPY-Kursen Illustration mit AI erstellt.

Die Ertragsdynamik im Handel und Emissionsgeschäft der Deutschen Bank steht vor einer Atempause.

Die Erträge der Investmentbank dürften im dritten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich unverändert bis leicht schwächer ausfallen. Als Begründung verwies Akram auf das besonders starke Vorjahresquartal, das eine entsprechend hohe Vergleichsbasis bilde.

Für das Frankfurter Geldhaus kommt die Dämpfung in einer Phase des Umbruchs. Das Investmentbanking war in den vergangenen Quartalen eine zentrale Stütze der Ertragsentwicklung. Zeigt das Segment nun Ermüdungserscheinungen, rücken Effizienzfragen und strukturelle Kostenfaktoren für Marktteilnehmer wieder stärker in den Mittelpunkt.

Demografischer Druck erzwingt Technologieoffensive

Flankiert wird dieser Ausblick von langfristigen Herausforderungen am Heimatmarkt. In Deutschland werde die Bank in den kommenden acht bis neun Jahren durch den Eintritt in den Ruhestand rund 35 Prozent ihrer Beschäftigten verlieren.

Um diesen Personalabgang aufzufangen, setzt die Bankführung auf den massiven Einsatz von künstlicher Intelligenz. Diese Technologie sei laut Sewing absolut notwendig. Sie soll künftig in nahezu allen Unternehmensbereichen unterstützen, wobei das Institut auch den direkten Kontakt mit Kunden einbezieht. Das Management will den drohenden Personalengpass somit durch automatisierte Prozesse abfedern, ohne das operative Geschäft einzuschränken.

Erweiterung der Dienstleistungen für institutionelle Kunden

Neben dem operativen Tagesgeschäft arbeitet der Konzern am Ausbau neuer Erlösquellen abseits klassischer Zinsüberschüsse. Am 16. September kündigte das Institut an, noch im Jahr 2026 einen europäischen Verwahrdienst für digitale Vermögenswerte starten zu wollen. Das geplante Angebot richtet sich an institutionelle Anleger sowie Firmenkunden, steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der regulatorischen Genehmigungen.

Das Spektrum der verwahrten Werte soll zum Start etablierte Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether umfassen. Ergänzt wird die Palette durch die Stablecoins USDC und EURC sowie EURAU. Mit diesem Schritt reagiert das Haus auf den wachsenden Bedarf professioneller Marktteilnehmer nach regulierten Verwahrungslösungen.

An den Finanzmärkten behauptete sich das Papier zuletzt stabil. Am Freitag ging die Aktie bei 32,03 Euro aus dem Handel, was einem Tagesgewinn von 2,3 Prozent entsprach.

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