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Deutsche Bank Aktie: Pontes-Plattform für digitale Wertpapiere gestartet

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 06:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Bank kauft eigene Aktien zurück, beteiligt sich an Pontes und stärkt ihre Kapitalbasis mit AT1-Papieren über 1,25 Milliarden Euro.

Globaler Trading-Floor mit Weltkarte, Börsenhändlern und Wechselkurs-Displays
Finanz-Editorial eines globalen Trading-Floors mit beleuchteter Weltkarte und Wechselkurs-Displays für Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008). Händler an Workstations mit EUR/USD-, GBP/USD- und USD/JPY-Kursen Illustration mit AI erstellt.

Die Deutsche Bank treibt die Rückführung von Kapital an ihre Aktionäre voran. Damit summiert sich das Volumen seit dem Start des aktuellen Programms Ende August auf rund 8,36 Millionen Papiere.

Der fortlaufende Rückkauf eigener Anteilsscheine stützt die Bemühungen des Instituts, den Wert je Aktie nachhaltig zu steigern. Am gestrigen Donnerstag schloss das Papier bei 31,37 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 0,5 Prozent entsprach. Gegenüber dem am 8. September markierten 52-Wochen-Hoch von 35,84 Euro liegt der Kurs damit derzeit rund 12 Prozent im Minus.

Digitale Infrastruktur und Kapitalausstattung

Parallel zu den Kapitalmaßnahmen positioniert sich das Institut bei technologischen Innovationen im europäischen Finanzsektor. Zu Beginn der Woche startete das Eurosystem die Plattform Pontes zur Abwicklung digitaler Wertpapiere. Die Deutsche Bank zählt zu den 13 Gründungsteilnehmern des Systems und kann tokenisierte Wertpapiere unmittelbar gegen Zentralbankgeld verrechnen.

Zusätzlich stärkte der Konzern am Montag seine regulatorische Kapitalbasis. Die Bank platzierte AT1-Kapitalinstrumente mit einem Gesamtnennwert von 1,25 Milliarden Euro am Markt. Die Papiere sind bis zum 30. April 2034 mit einem festen Kupon von 7,000 Prozent ausgestattet, der halbjährlich zur Auszahlung kommt.

Bereinigung des Portfolios und Effizienzprogramm

Die Maßnahmen fügen sich in den laufenden Umbau des Geschäftsmodells ein.

Dieser Unternehmensteil umfasste Kredite über 2,7 Milliarden Euro sowie Einlagen von rund 1,5 Milliarden Euro.

Auch am Heimatmarkt stehen spürbare Veränderungen bei den internen Prozessen an. Medienberichten zufolge werden in Deutschland in den kommenden acht bis neun Jahren etwa 35 Prozent der Beschäftigten in den Ruhestand wechseln.

Die entstehenden Personallücken will der Vorstand nicht vollständig durch Neuanstellungen ersetzen, sondern verstärkt durch künstliche Intelligenz und automatisierte Abläufe kompensieren. Die Kombination aus Kostensenkungen, Portfoliostraffung und Aktienrückkäufen soll die Eigenkapitalrendite des DAX-Konzerns langfristig sichern.

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