Bank, Aktie

Deutsche Bank Aktie: Neuer Griff nach Krypto-Kunden

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 07:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Deutsche Bank bereitet einen Verwahrdienst für digitale Vermögenswerte vor. Der Start ist noch 2026 vorgesehen und hängt von der Regulierung ab.

Globaler Trading-Floor mit Weltkarte, Börsenhändlern und Wechselkurs-Displays
Finanz-Editorial eines globalen Trading-Floors mit beleuchteter Weltkarte und Wechselkurs-Displays für Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008). Händler an Workstations mit EUR/USD-, GBP/USD- und USD/JPY-Kursen Illustration mit AI erstellt.

Die Deutsche Bank steigt ins Geschäft mit der Verwahrung digitaler Vermögenswerte ein. Das Institut kündigte einen Service an, der sich an institutionelle und Firmenkunden richtet — Vermögensverwalter, Hedgefonds, Broker und staatliche Institutionen zählen zur Zielgruppe. Der Marktstart soll noch in diesem Jahr erfolgen, vorausgesetzt der regulatorische Prozess wird abgeschlossen.

Wallets, Cold Storage und ein langer Anlauf

Die Bank übernimmt künftig die Verwaltung von Wallets und privaten Schlüsseln für ihre Kunden, die dafür keine eigene Verwahrinfrastruktur mehr aufbauen müssen. Zum Startangebot zählen Bitcoin, Ether sowie Stablecoins und E-Geld-Token wie USDC, EURC und EURAU. Die Sicherheitsarchitektur setzt auf Mehrpersonen-Freigaben, getrennte Warm- und Cold-Storage-Umgebungen sowie redundante technische Systeme.

Ganz neu ist das Vorhaben nicht. Die Pläne reichen bis Ende 2020 zurück, im Juni 2023 folgte ein Lizenzantrag bei der BaFin. Im selben Jahr beteiligte sich die Bank an einer Finanzierungsrunde des Schweizer Infrastrukturanbieters Taurus mit einem Volumen von 65 Millionen Dollar. Mit dem Angebot zieht die Deutsche Bank nun mit Wettbewerbern wie Standard Chartered und der Commerzbank gleich, die bereits eigene Krypto-Verwahrlösungen betreiben.

Für Privatanleger ändert sich durch den Schritt zunächst nichts — der Service adressiert ausschließlich institutionelle Kunden der Unternehmens- und Investmentbank. Ob daraus tatsächlich stärkere institutionelle Nachfrage nach Kryptowerten entsteht, lässt sich derzeit nicht absehen. Die Bank selbst verweist ausdrücklich auf Risiken wie Preisvolatilität, Cybervorfälle und die fehlende Einlagensicherung für Kryptowerte.

Zinsschritt in den USA nebenbei

Parallel zur Krypto-Ankündigung hat die New Yorker Niederlassung der Deutschen Bank ihren Prime Lending Rate angehoben — von 6,75 auf 7,00 Prozent, wirksam ab dem 17. September 2026. Der Schritt betrifft vor allem das US-Kreditgeschäft der Bank und dürfte auf breitere Zinsentwicklungen am amerikanischen Markt zurückgehen.

Die Aktie selbst bewegte sich zuletzt wenig aufregend. Das Kursziel der Analysten liegt im Schnitt bei rund 39 Euro, die Spanne reicht von 36 bis 43 Euro. Mit dem Krypto-Vorstoß positioniert sich die Deutsche Bank als Branchenprimus einmal mehr in einem Feld, das für klassische Geldhäuser in Europa zunehmend an Bedeutung gewinnt — der eigentliche Testlauf beginnt aber erst mit dem geplanten Marktstart in diesem Jahr.

Anzeige

Deutsche Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Bank-Analyse vom 17. September liefert die Antwort:

Die neusten Deutsche Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Deutsche Bank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | DE0005140008 | BANK | boerse | 70114905 |