Deutsche Bank Aktie: Krypto-Lizenz-Entscheidung im Oktober
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 05:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Deutsche Bank steuert bei ihren Ausbauplänen im Geschäft mit digitalen Vermögenswerten auf eine wichtige Weichenstellung zu. Nach der Ankündigung eines Verwahrangebots für institutionelle Kunden am 16. September rückt nun die behördliche Genehmigung in den Mittelpunkt. Bereits im Oktober zeichnet sich eine Entscheidung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht über den entsprechenden Lizenzantrag ab.
Für das Institut geht es dabei um den Aufbau moderner Infrastruktur für professionelle Marktteilnehmer. Digitale Werte sollen traditionelle Bankdienstleistungen ergänzen, um der veränderten Nachfrage institutioneller Kunden nach sicherer Verwahrung gerecht zu werden.
Genehmigung als Voraussetzung für den Marktstart
Den Antrag auf eine Krypto-Verwahrlizenz reichte das Geldhaus bereits im Juni 2023 bei der Aufsichtsbehörde ein. Banksprecher Heinrich Frömsdorf stellte die Entscheidung für den kommenden Monat in Aussicht. Verläuft das behördliche Verfahren nach Plan, soll das Onboarding der ersten Kunden noch im laufenden Jahr beginnen.
Gerald Podobnik, Co-Head Corporate Bank bei der Deutschen Bank, ordnet den Vorstoß strategisch ein: Digitale Anlageklassen fungieren aus Sicht des Hauses als sinnvolle Ergänzung des traditionellen Finanzsystems. Das Angebot richtet sich an sechs ausgewählte Segmente, darunter fallen Broker, Hedgefonds sowie staatliche Institutionen.
Partnerschaften und Wettbewerb im Heimatmarkt
Technologisch stützt sich der Konzern auf zwei externe Partner: Taurus und Bitpanda Technology Solutions. Die Verbindung zum Schweizer Spezialisten Taurus reicht zurück bis in das Jahr 2023, als sich die Deutsche Bank an einer Finanzierungsrunde über 65 Millionen US-Dollar beteiligte. Beim operativen Start sollen neben den marktführenden Kryptowährungen Bitcoin und Ether auch die Stablecoins USDC, EURC sowie EURAU unterstützt werden.
Im deutschen Markt trifft der Schritt auf ein bereits formiertes Wettbewerbsumfeld. Institute wie die Commerzbank, die LBBW, die DekaBank sowie die DZ Bank haben sich ihre aufsichtsrechtlichen Lizenzen für die Verwahrung bereits gesichert. Mit der Zulassung würde die Deutsche Bank die Lücke zu den Rivalen schließen und ihr Dienstleistungsspektrum für europäische Unternehmenskunden komplettieren.
Verhaltene Reaktion am Aktienmarkt
Die Anleger zeigten sich am jüngsten Handelstag zunächst zurückhaltend gegenüber den strategischen Neuerungen. Am Freitag gab die Aktie der Deutschen Bank um 2,4 Prozent nach und beendete die Handelswoche bei 33,17 Euro. Trotz des jüngsten Rücksetzers notiert der Banktitel weiterhin knapp oberhalb seines 50-Tage-Durchschnitts von 32,97 Euro.
Deutsche Bank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Bank-Analyse vom 21. September liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Bank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Bank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Bank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
