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Deutsche Bank Aktie: Akram dämpft Q3-Investmentbanking

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 21:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Höhere Erwartungen im klassischen Bankgeschäft gleichen die gedämpfte Prognose für das Investmentbanking teilweise aus.

Frankfurter Bankenviertel bei Sonnenaufgang mit Hochhaustürmen und Main-Fluss
Fotorealistisches Luftbild des Frankfurter Bankenviertels bei Sonnenaufgang für Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008). Goldenes Morgenlicht trifft auf generische Hochhaustürme, der Main spiegelt die Skyline Illustration mit AI erstellt.

Nach deutlichen Kursabgaben am Vortag verzeichnet die Deutsche Bank am heutigen Donnerstag weitere leichte Verluste. Das Papier notiert am Markt bei 31,34 Euro, was einem Minus von 0,6 Prozent entspricht. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 35,84 Euro hat sich die Notierung damit spürbar verbilligt.

Auslöser der jüngsten Zurückhaltung unter den Anlegern sind gedämpfte Signale aus dem operativen Geschäft. Vor allem die Erwartungen an das wichtige Handelssegment der Frankfurter Großbank wurden gebremst, während sich an anderer Stelle neue Ertragschancen abzeichnen.

Zinsüberschuss federt schwächeres Investmentbanking ab

Finanzchef Raja Akram stellte für das dritte Quartal 2026 ein verhaltenes Ergebnis im Investmentbanking in Aussicht. Die Erlöse in diesem Kernbereich dürften im Vorjahresvergleich unverändert bleiben oder leicht nachgeben. Belastend wirken ein schwächeres Kreditgeschäft sowie ein gemischter Verlauf im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen im September.

Gleichzeitig korrigierte das Management jedoch die Prognose im klassischen Bankgeschäft nach oben.

Damit zeigt sich das Geldhaus im Zinsumfeld robuster als viele Beobachter zuletzt angenommen hatten. Das verlässliche Zinsergebnis federt die momentane Abkühlung an den Kapitalmärkten ab und stützt die Ertragskraft, nachdem die Bank bereits im vorangegangenen Jahresviertel gewachsen war.

Effizienzschub durch Technologie

Vorstandschef Christian Sewing blickt unterdessen auf den anstehenden Personalwandel der kommenden Jahre. Da in den nächsten acht bis neun Jahren gut ein Drittel der Belegschaft in Deutschland in den Ruhestand geht, setzt das Institut verstärkt auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Frei werdende Stellen sollen teilweise unbesetzt bleiben, um Kostenstrukturen zu verschlanken.

Stattdessen sollen automatisierte Prozesse die Produktivität drastisch steigern. Bei Krediten für den Mittelstand peilt das Geldhaus eine Beschleunigung der Bearbeitung um bis zu 95 Prozent an. Im Segment der Baufinanzierung soll die Abwicklung bis 2028 um 60 Prozent schneller erfolgen.

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