Deutsche Bank Aktie: 18,75 Prozent für indische Anleihen
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 09:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gestern berichtete Reuters Breakingviews, dass die Deutsche Bank dreijährige Nullkuponanleihen einer Einheit des indischen Mischkonzerns Shapoorji Pallonji weiterzuverkaufen versucht. Die Papiere wurden von der Gesellschaft Eqyizen Investment begeben. Um Abnehmer für diese Schuldtitel zu finden, stellt das Institut bei der Platzierung eine Rendite von bis zu 18,75 Prozent in Aussicht.
Der Vorgang rückt das Engagement der Frankfurter Bank im indischen Markt und im Bereich spezieller Finanzierungen erneut in den Mittelpunkt. Das Institut agiert bei solchen Emissionen häufig als Zwischenfinanzierer und reicht die Verbindlichkeiten anschließend an andere Investoren weiter.
Gelingt der Weiterverkauf nur mit hohen Zinsaufschlägen, verdeutlicht dies die gestiegenen Risikoaufschläge, die der Markt für strukturierte Engagements in Schwellenländern verlangt.
Gedämpfte Signale aus dem Handelsgeschäft
Die Platzierung fällt in eine Phase, in der das Geldhaus die Erwartungen an sein Handelsergebnis dämpft. Auf der Bank of America Financials CEO Conference am vergangenen Mittwoch hatte Finanzvorstand Raja Akram die Ertragsaussichten präzisiert. Den Angaben zufolge dürften die Erträge der Investmentbank im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal unverändert bis leicht rückläufig ausfallen.
Damit zeichnet sich ab, dass die Ertragsdynamik im Kapitalmarktbereich nach den Zuwächsen der vorangegangenen Quartale vorerst an Schwung verliert. Vor rund einem Monat hatte zudem der Aktienrückkauf der Deutschen Bank stattgefunden, seither verzeichnete das Papier ein Minus von 8,1 Prozent.
An der Börse spiegeln sich die verhaltenen Töne im Kursverlauf wider. Im vorbörslichen Handel notiert die Deutsche Bank bei 31,66 Euro, nachdem die Aktie gestern bei 31,80 Euro aus dem Xetra-Handel gegangen war. Vom 52-Wochen-Hoch bei 35,84 Euro hat sich die Notierung inzwischen wieder entfernt.
Blockchain-Testnetzwerk der Europäischen Zentralbank
Parallel zum klassischen Kapitalmarktgeschäft bereitet sich die Bank auf neue Abwicklungsstrukturen im europäischen Finanzsektor vor. Wie die Europäische Zentralbank mitteilte, wurde die Deutsche Bank in die erste Nutzergruppe für das Blockchain-Verbindungssystem Pontes aufgenommen.
Das Institut positioniert sich damit frühzeitig bei der Erprobung neuer Abwicklungstechnologien im europäischen Zahlungsverkehr.
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