Bitcoin: Strive jagt Metaplanet
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 16:41 Uhr | Redaktion boerse-global.deWährend die Altcoins im Wochenvergleich teils zweistellig nachgeben, hält sich Bitcoin bei rund 82.000 Dollar erstaunlich stabil. Dahinter arbeiten die großen Unternehmenskäufer weiter an ihren Beständen. Besonders Strive fällt auf: Die Firma sammelt aggressiv und will bis Jahresende auf Platz zwei der börsennotierten Bitcoin-Halter vorrücken.
Strive erhöht das Tempo
Strive stockte zwischen dem 14. und 16. Oktober um 1.223 Bitcoin auf, der Gegenwert liegt bei rund 100 Millionen Dollar. Der Bestand wächst damit auf 36.818 Bitcoin. In der Woche zuvor hatte das Unternehmen bereits knapp 2.800 Coins erworben.
Damit steht Strive auf Rang vier der börsennotierten Halter. Vor Strive liegen Strategy, Metaplanet mit 44.000 und Twenty One mit rund 43.500 Bitcoin. Um Metaplanet zu überholen, bräuchte Strive nach eigener Rechnung im Schnitt etwa 700 Bitcoin pro Woche.
Die Finanzierung steht auf mehreren Säulen. Eine neue Vorzugsaktien-Emission soll rund 630 Millionen Dollar einbringen, die Abwicklung ist für den 20. Oktober vorgesehen. Hinzu kamen Warrant-Ausübungen mit gut 369 Millionen Dollar. Die Barmittel lagen zuletzt bei 317,5 Millionen Dollar.
Strategy kauft klein, stützt aber die Vorzugsaktien
Der Branchenprimus bleibt zurückhaltender. Strategy erwarb in der vergangenen Woche 267 Bitcoin für 22,1 Millionen Dollar, im Schnitt zu 82.900 Dollar je Coin. Der Gesamtbestand wächst auf 848.517 Bitcoin. Finanziert wurde der Kauf über den Verkauf eigener Stammaktien.
Den größeren Posten bildete ein anderer Schritt: Strategy kaufte Vorzugsaktien der Serie STRC für 193,1 Millionen Dollar zurück. Es war die dritte Woche in Folge mit einem Rückkauf in dieser Größenordnung. Zugleich hob der Verwaltungsrat das Rückkaufprogramm für diese Papiere von 2 auf 3 Milliarden Dollar an.
Ein weiteres Thema liegt auf dem Tisch. Der Indexanbieter MSCI hat am 15. Oktober eine Regel finalisiert, nach der Firmen mit einer vom einzelnen Asset dominierten Bilanz ab Ende November aus seinen globalen Indizes fallen. Die Liste der betroffenen Unternehmen veröffentlicht MSCI am 11. November. Strategy könnte betroffen sein, Saylor nannte die Regel diskriminierend.
ETF-Abflüsse und die „Black Monday“-Angst
Auch die Fondsseite zeigt Schwäche. Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der Woche Abflüsse von 228,4 Millionen Dollar. Im Oktober summieren sich die Abflüsse bei Bitcoin- und Ethereum-Produkten zusammen auf 1,86 Milliarden Dollar.
Am Jahrestag des Börsencrashs von 1987 wächst die Sorge vor einem Ausverkauf. Der Markt zeigt bislang jedoch ein anderes Bild: Bitcoin liegt im Wochenvergleich nur rund 1,4 Prozent im Minus, über 30 Tage sogar leicht im Plus. Die Altcoins verloren im Schnitt etwa fünfmal so viel.
Am 11. November wird sich zeigen, welche Unternehmen MSCI aus den Indizes streichen will. Bis dahin liefern die wöchentlichen Meldungen von Strive und Strategy den Takt am Markt.
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