Bank, Montreal

Bank of Montreal Aktie: Sondereffekt drückt Gewinn

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 13:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz Gewinneinbruch durch Goodwill-Abschreibung: Bereinigtes Ergebnis der Bank of Montreal steigt deutlich. Dividende bleibt stabil, Aktienrückkauf geplant.

Bank of Montreal: Sondereffekte verzerren Quartalszahlen, Gewinn steigt bereinigt
Abstraktes, professionelles Finanzbüro mit Blick auf eine Skyline bei Dämmerung, das eine nachdenkliche Marktstimmung vermittelt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Auf den ersten Blick sieht es nach einem schwachen Quartal aus: Der ausgewiesene Gewinn von Bank of Montreal brach im dritten Geschäftsquartal um 25 Prozent auf 1,75 Milliarden kanadische Dollar ein. Wer genauer hinschaut, findet den eigentlichen Grund schnell – und der hat mit dem operativen Geschäft wenig zu tun.

Goodwill-Abschreibung verzerrt das Bild

Verantwortlich für den Rückgang ist eine Belastung im Zusammenhang mit dem angekündigten Verkauf der Transportation- und Vendor-Finance-Sparten. Der damit verbundene Goodwill-Abschreibungseffekt allein kostete rund 962 Millionen kanadische Dollar nach Steuern.

Rechnet man diesen und weitere Sondereffekte heraus, zeigt sich ein anderes Bild: Der bereinigte Gewinn stieg um 19 Prozent auf 2,86 Milliarden kanadische Dollar, das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte um 22 Prozent auf 3,96 kanadische Dollar.

Auf Segmentebene lief es rund. Capital Markets legte um 46 Prozent auf 645 Millionen kanadische Dollar zu, getragen von starkem Handelsgeschäft und Investmentbanking. Das kanadische Privatkundengeschäft wuchs um 16 Prozent, das US-Bankgeschäft um 13 Prozent.

Die Risikovorsorge für Kreditausfälle sank von 797 auf 722 Millionen kanadische Dollar – ein Signal für bessere Portfolioqualität. Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag bei 13,0 Prozent, leicht unter dem Vorjahreswert von 13,5 Prozent.

Dividende bleibt stabil, neues Rückkaufprogramm geplant

Der Verwaltungsrat bestätigte für das vierte Geschäftsquartal eine unveränderte Quartalsdividende von 1,71 kanadische Dollar je Aktie, zahlbar am 26. November 2026 an Aktionäre, die am 30. Oktober 2026 im Register stehen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 5 Prozent.

Parallel dazu kündigte die Bank die Absicht an, ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 25 Millionen Stammaktien aufzulegen – vorbehaltlich der Zustimmung der kanadischen Finanzaufsicht OSFI und der Toronto Stock Exchange.

Das Volumen entspricht etwa 3,6 Prozent des frei handelbaren Aktienbestands. Bereits im laufenden Programm kaufte die Bank im Quartal 3,8 Millionen eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 239,37 kanadische Dollar zurück.

CEO Darryl White verwies auf rekordhohe Vorsteuerergebnisse in allen Geschäftsbereichen und sprach von disziplinierter Umsetzung der im März vorgestellten Wachstumsstrategie. Sollten die Genehmigungen für das neue Rückkaufprogramm erteilt werden, könnte es planmäßig um den 8. September 2026 starten und bis zum 7. September 2027 laufen.

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