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Bank of Mellon Aktie: Citigroup bleibt neutral

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 14:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
BNY meldet für das dritte Quartal höhere Gewinne und Umsätze, während Citigroup die Aktie weiterhin neutral bewertet.
Modernes Hochhaus-Render für Bank of New York Mellon Aktie mit ISIN US0640581007 Illustration mit AI erstellt.

Citigroup bleibt bei BNY zurückhaltend: Damit steht die vorsichtige Bewertung neben Geschäftszahlen, die über den Gewinnerwartungen lagen.

Vorsichtiger als der Analystenkonsens

Die Citigroup-Einschätzung fällt zurückhaltender aus als das Gesamtbild der Analysten. Der Konsens entspricht einer moderaten Kaufempfehlung. Eine einheitlich optimistische Bewertung ergibt sich daraus allerdings nicht: Neben Kaufempfehlungen stehen mehrere Haltepositionen.

Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 164,62 Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten einen Gewinn je Aktie von 9,35 Dollar.

Diese Erwartungen sind von den bereits gemeldeten Ergebnissen zu unterscheiden. Die jüngsten Geschäftszahlen liefern zwar Argumente für eine positive operative Entwicklung. Citigroup verbindet sie dennoch nicht mit einer Kaufempfehlung. Für Anleger stehen damit zwei unterschiedliche Aussagen nebeneinander: bessere Ergebnisse und eine weiterhin neutrale Bewertung durch das Analysehaus.

Gewinn übertrifft die Erwartungen

Für das dritte Quartal 2026 meldete BNY einen Gewinn je Aktie von 2,37 Dollar. Der Analystenkonsens hatte bei 2,26 Dollar gelegen.

Die Gewinnüberraschung spricht für ein besseres Abschneiden als erwartet. Sie beantwortet allerdings nicht automatisch die Bewertungsfrage. Die heutige Kurszielsenkung zeigt gerade diesen Unterschied zwischen operativer Leistung und der Einschätzung des Kurspotenzials.

Der Quartalsumsatz erreichte 5,68 Milliarden Dollar. Gegenüber dem dritten Quartal 2025 entspricht das einem Wachstum von 11,7 %.

Neben den Ergebnissen rückt die Kapitalbeschaffung in den Blick. BNY hat eine neue Vorzugsaktienemission bepreist. Für Stammaktionäre ist dabei relevant, dass solche Instrumente nach Einschätzung von Bloomberg Kapitalanforderungen unterstützen können, ohne Stammaktionäre zu verwässern. Gleichzeitig entstehen Ausschüttungsverpflichtungen nach Maßgabe der Emissionsbedingungen.

Neue Emission mit höheren Kapitalkosten

Am Montag legte BNY die Konditionen eines öffentlichen Angebots von Depositary Shares über 1,25 Milliarden USD fest. Die anfängliche jährliche Dividende beträgt 7,125 %. Der Abschluss wird am 28. Oktober erwartet.

Bloomberg zufolge verdeutlicht der höhere Dividendensatz gegenüber der BNY-Emission im Sommer die gestiegenen Kapitalkosten von Banken. Steigende Renditen verteuern demnach die Beschaffung dieses Kapitals. Der Erlös ist für allgemeine Unternehmenszwecke vorgesehen.

Die Depositary Shares kosten jeweils 1.000 USD und verbriefen jeweils ein Hundertstel einer Vorzugsaktie der Serie O. Die Liquidationspräferenz beträgt 100.000 USD je Vorzugsaktie.

Die Dividenden sind nicht kumulativ. Ihre Zahlung setzt eine Erklärung durch den Vorstand und verfügbare Mittel voraus. Der genannte Satz ist deshalb nicht mit einer bedingungslos garantierten Ausschüttung gleichzusetzen.

Der anfängliche Dividendensatz gilt bis ausschließlich 20. Dezember 2031. Danach richtet er sich nach dem fünfjährigen US-Treasury-Satz zuzüglich 2,192 Prozentpunkten.

Ab diesem Termin kann BNY die Papiere optional zur Liquidationspräferenz zuzüglich erklärter, unbezahlter Dividenden zurückzahlen. Es handelt sich nicht um eine feste Endfälligkeit. Für Anleger bleibt damit die zentrale Abwägung klar: BNY hat operativ die Erwartungen übertroffen, muss neues Kapital aber zu höheren Kosten aufnehmen. Citigroup hält angesichts dieser Gemengelage an einer neutralen Bewertung fest.

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