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AST SpaceMobile Aktie: Verlust größer als erwartet

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 02:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AST SpaceMobile verfehlt beim Umsatz die Prognosen und meldet einen deutlich höheren Nettoverlust. Die hohe Liquidität und der Auftragsbestand bieten jedoch Rückhalt.

AST SpaceMobile: Quartalsverlust fällt deutlich höher aus als erwartet
Abstrakte Darstellung von Satellitenkommunikation und Finanzmarktvolatilität in einem professionellen Umfeld. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Zahlen zum zweiten Quartal 2026 fallen bei AST SpaceMobile durchwachsen aus. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich zwar deutlich, verfehlte aber die Erwartungen der Wall Street. Beim Verlust je Aktie war die Differenz zur Analystenschätzung noch größer.

Der Satelliten-Betreiber meldete für das Quartal einen Umsatz von 31,5 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal waren es lediglich 1,16 Millionen Dollar gewesen — der Sprung nach oben ist also enorm. Die Analysten hatten mit mehr als 34 Millionen Dollar gerechnet, entsprechend reagierte die Aktie nach Handelsschluss mit Abgaben.

Verlust deutlich über Plan

Kritischer fällt der Blick auf die Ergebnisseite aus. AST SpaceMobile verbuchte einen Nettoverlust von rund 231 Millionen Dollar, das entspricht etwa 0,77 Dollar je Aktie. Der von Analysten erwartete Verlust lag bei rund 0,29 Dollar je Aktie — die Kluft ist damit erheblich.

Die operativen Aufwendungen summierten sich auf 329 Millionen Dollar. Ein erheblicher Teil davon geht auf einen Sondereffekt im Zusammenhang mit einer unfreiwilligen Konversion zurück. Der hohe Mittelabfluss bleibt trotzdem eines der zentralen Themen — der Aufbau einer globalen Satellitenkonstellation kostet viel Geld, bevor sich das Geschäft im großen Stil rechnet.

Liquiditätspolster als Rückhalt

Für Anleger gibt es einen wichtigen Gegenpol: Die Kassenlage ist komfortabel. Zum Quartalsende lagen rund 2,7 Milliarden Dollar an Barmitteln in der Bilanz. Nach der im Juli abgeschlossenen Kapitalmaßnahme steigt die Pro-forma-Gesamtliquidität auf rund 3,7 Milliarden Dollar.

Operativ kommt das Unternehmen voran. Mittlerweile befinden sich 13 Satelliten im Orbit, die Produktion der Modelle BlueBird 17 bis 46 läuft. Der Umsatz-Backlog wuchs auf etwa 1,3 Milliarden Dollar an vertraglich gesicherten Erlösen mit kommerziellen Partnern und der US-Regierung. Ein wesentlicher Teil der aktuellen Einnahmen stammt allerdings noch aus Gateway-Lieferungen und Regierungsaufträgen — die großen wiederkehrenden Erlöse aus dem Satellitennetzwerk selbst stehen noch aus.

Für das Gesamtjahr 2026 hält das Management an seinem Ziel von 150 bis 200 Millionen Dollar Umsatz fest. Nach dem schwächeren zweiten Quartal muss das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte deutlich zulegen, um diese Spanne noch zu erreichen.

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