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AST SpaceMobile Aktie: Sammelklage nimmt Management ins Visier

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 05:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mehrere Kanzleien werfen AST SpaceMobile irreführende Angaben zu Finanzierung und Marktchancen vor; die Aktie fiel zuletzt um 6,6 Prozent.

AST SpaceMobile: Sammelklage setzt Aktie und Management unter Druck
Ein Richterhammer auf einem dunklen Marmortisch vor einem verschwommenen Bürogebäude als Symbol für juristische Auseinandersetzungen. Illustration mit AI erstellt.

Gegen das Raumfahrtunternehmen AST SpaceMobile wächst der juristische Gegenwind. Mehrere US-Kanzleien, darunter Pomerantz LLP und die Rosen Law Firm, treiben derzeit eine Sammelklage vor dem US-Bezirksgericht für den westlichen Bezirk von Texas voran.

Im Mittelpunkt der Klageschrift unter dem Aktenzeichen 26-cv-00378 stehen Vorwürfe gegen das Management um dessen Kommunikation zu Liquidität, Finanzierungsbedarf und den tatsächlichen Fortschritten im kommerziellen Markt.

Streit um Verwässerung und Schuldenlast

Den Klägern zufolge hat AST SpaceMobile den tatsächlichen Kapitalbedarf für den Aufbau seiner satellitengestützten Mobilfunkinfrastruktur systematisch heruntergespielt. Dadurch seien die zunehmende Schuldenlast und das Ausmaß künftiger Verwässerungen für bestehende Aktionäre verschleiert worden. Insbesondere wiederholte Finanzierungsschritte über Wandelanleihen sorgten in der Vergangenheit für Unruhe unter den Anlegern.

So platzierte das Unternehmen im Oktober 2025 Wandelanleihen im Volumen von 1,0 Milliarde US-Dollar. Wenige Monate später folgte eine weitere Transaktion dieser Art. Auch skeptische Einstufungen von Analysehäusern wie der UBS und Scotiabank rückten die hohe Kapitalintensität und die damit verbundenen Risiken für Anteilseigner wiederholt in den Fokus.

Zweifel an der Marktstellung

Neben den finanziellen Belastungen zielen die Klagen auf die operative Marktstellung des Unternehmens ab. Dem Management wird vorgehalten, die eigene Wettbewerbsposition im Direct-to-Cell-Segment selbst nach der EchoStar-Transaktion zu optimistisch bewertet zu haben. Zudem verlaufe die tatsächliche Nutzerakzeptanz in Kernmärkten wie den Vereinigten Staaten und Japan deutlich schleppender als gegenüber dem Kapitalmarkt signalisiert.

Betroffen von dem Verfahren sind Investoren, die zwischen dem 4. März 2025 und dem 15. Juli 2026 Wertpapiere des Unternehmens erworben haben. Geschädigte Anleger haben nach Angaben von Kanzleien wie Robbins Geller Rudman & Dowd LLP noch bis zum 13. November 2026 Zeit, sich für die Rolle des federführenden Klägers zu bewerben.

Druck auf die Notierung

Die juristischen Auseinandersetzungen fallen in eine Phase, in der das Marktumfeld für satellitengestützte Konnektivität von rasantem technologischem Wandel und wachsender Konkurrenz geprägt ist. Die anhaltende Unsicherheit über den künftigen Liquiditätsbedarf und die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Netzausbaus hinterlässt an den Finanzmärkten sichtbare Spuren.

Am Freitag verlor das Papier 6,6 Prozent und ging bei 51,10 Euro aus dem Handel. Mit diesem Rückgang notiert die Aktie inzwischen 55 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

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