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AST SpaceMobile Aktie: Deutschland reicht D-BLUEBIRD-Plan ein

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 14:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Netzplan wurde eingereicht, während AST SpaceMobile für die Jahresprognose deutlich höhere Erlöse im zweiten Halbjahr benötigt.

AST SpaceMobile: Deutschland meldet Plan für 344 Satelliten
Ein Satellitennetzwerk im Weltraum vor dem Hintergrund der Erde, das technologische Innovation und Konnektivität symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Deutschland reichte in der vergangenen Woche eine Planänderung für ein geplantes Satellitennetz bei der Internationalen Fernmeldeunion ein. Im Mittelpunkt steht das Projekt D-BLUEBIRD, das den Betrieb von 344 Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen vorsieht.

Für AST SpaceMobile markiert der Vorstoß einen weiteren regulatorischen Schritt beim Aufbau einer weltweiten orbitalen Mobilfunkabdeckung. Im heutigen Handel gibt die Aktie um 0,7 Prozent auf 53,90 Euro nach.

Netzplan für 344 Satelliten

Die bei der Fernmeldebehörde hinterlegten Daten umfassen geplante Umlaufbahnen zwischen 520 und 690 Kilometern, während eine offizielle Inbetriebnahme noch aussteht. Das Verfahren läuft getrennt von der bereits im April 2026 erteilten Genehmigung der US-Behörden für bis zu 248 Satelliten.

In Europa kooperiert der Satellitenentwickler über das Gemeinschaftsunternehmen SatCo direkt mit Vodafone. SatCo beabsichtigt die Errichtung eines Betriebszentrums in Deutschland, um künftige Netzdienste auf dem europäischen Kontinent zu steuern.

Das technologische Konzept setzt auf direkte Breitbandverbindungen zwischen den Satelliten und gewöhnlichen Smartphones, ganz ohne zusätzliche Empfangsantennen. Globale Partnerschaften mit Mobilfunknetzbetreibern bilden das Fundament dieses Ausbauplans. Allerdings müssen sich die vertraglichen Abkommen in der Praxis erst noch in belastbaren Erlösströmen niederschlagen, da unbezahlte Netztests bislang keine wiederkehrenden Umsätze garantieren.

Hohe Umsatzhürde für das Jahresende

Auf der geschäftlichen Seite steht dem Unternehmen ein anspruchsvolles Schlussquartal bevor. Finanzchef Andy Johnson stellte in Aussicht, dass die Umsatzerlöse des laufenden Jahres maßgeblich auf die letzten Monate konzentriert sein dürften.

Im ersten Halbjahr 2026 beliefen sich die Erlöse auf 46,26 Millionen Dollar. Um die vom Management bekräftigte Jahresprognose von 150 bis 200 Millionen Dollar zu erreichen, bedarf es im weiteren Jahresverlauf einer erheblichen Beschleunigung der Erlösgenerierung.

Der vertragliche Auftragsbestand summierte sich zuletzt auf rund 1,3 Milliarden Dollar. Trotz dieser Vereinbarungen erfordert die zügige Fertigung der Satellitenflotte erhebliche finanzielle Mittel. Analysten von Scotiabank verwiesen in ihren Einschätzungen bereits auf den intensiven Wettbewerb durch Starlink sowie potenzielle Risiken durch Verzögerungen bei künftigen Raketenstarts.

Finanzierungsdruck und juristische Hürden

Zusätzliche Belastungen zeichnen sich auf juristischem Parkett ab. Vor dem US-Bezirksgericht für den Western District of Texas ist eine Wertpapier-Sammelklage gegen das Unternehmen anhängig.

Den Verantwortlichen wird darin vorgehalten, den tatsächlichen Kapitalbedarf sowie die drohenden Verwässerungsrisiken im Vorfeld einer milliardenschweren Emission von Wandelanleihen unzureichend offengelegt zu haben. Betroffene Anleger können bis zum 13. November 2026 Anträge auf die Übernahme der Prozessführung stellen.

Die Skepsis der Investoren bezüglich des operativen Zeitplans hinterlässt an den Märkten deutliche Spuren. Mit dem aktuellen Bewertungsniveau liegt die Aktie mit einem Abstand von 53 Prozent spürbar unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Ob die europäischen Regulierungsinitiativen für nachhaltige Entlastung sorgen können, hängt nun vor allem an der fehlerfreien Auslieferung und Inbetriebnahme der nächsten Satellitengenerationen ab.

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