AST SpaceMobile Aktie: 12 Prozent Kurssprung nach Berenberg
Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 14:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Trotz einer Verschiebung der kommerziellen Zeitpläne sichern sich namhafte Investoren größere Anteile an AST SpaceMobile. Medienberichten vom Mittwoch zufolge hat die saudi-arabische Zentralbank ihre Position im zweiten Quartal verdoppelt und hält nun 16.652 Aktien des Unternehmens.
Flankiert wird dieses institutionelle Interesse durch Vertrauensbeweise aus der Führungsetage: Direktorin Adriana Cisneros erwarb am 31. August laut einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC insgesamt 10.822 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 57,22 US-Dollar.
Regulatorische Fortschritte und internationale Expansion
Parallel zu den Investorenbewegungen treibt das Unternehmen seine technischen Erprobungen voran. Am Mittwoch reichte die Tochtergesellschaft AST & Science bei der US-Fernmeldebehörde FCC einen Antrag auf Erneuerung einer 30-tägigen Sondergenehmigung ein.
Ziel sind Breitbandtests im 800-MHz-Spektrum, die sowohl mit Bundeskunden als auch mit Mobilfunkpartnern durchgeführt werden sollen. Die Tests decken Uplinks im Bereich von 817 bis 824 MHz sowie Downlinks zwischen 862 und 869 MHz ab.
Auch international weitet AST SpaceMobile seine Präsenz aus. In Neuseeland wurde ein neues Satelliten-Gateway in Betrieb genommen, während die BlueBird-Satelliten 12 und 13 ihre volle Einsatzfähigkeit erreichten. In Japan zeichnet sich eine strategische Vertiefung der Zusammenarbeit mit Rakuten ab.
Der japanische Partner plant für das Jahr 2026 die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, um ab dem Geschäftsjahr 2027 eine landesweite Mobilfunkabdeckung über Satelliten zu realisieren. Ein entsprechender regulatorischer Rahmen für das 700-MHz-Band, der das BlueBird-System explizit berücksichtigt, wurde bereits durch die japanischen Behörden befürwortet.
Verschobener Zeitplan und Analysten-Echo
Diese operativen Fortschritte stehen im Kontext einer angepassten Unternehmensplanung. Nachdem AST SpaceMobile im Rahmen der Zahlen zum zweiten Quartal das Ziel von 45 Satelliten für den Jahresbeginn 2027 ausgegeben hatte, verschob sich der angestrebte Termin für den kommerziellen Start Medienberichten zufolge ebenfalls in das Jahr 2027. Die jüngsten Quartalszahlen waren zudem von verfehlten Erwartungen beim Umsatz und dem Ergebnis je Aktie geprägt.
Dennoch bewerten Analysten die langfristigen Aussichten positiv. Das Analysehaus Berenberg startete am 2. September die Abdeckung der Aktie mit einer Kaufempfehlung und rief ein Kursziel von 92 US-Dollar auf. Unmittelbar nach der Bekanntgabe dieser Einschätzung verzeichnete das Papier am selben Tag einen Kurssprung von fast 12 Prozent.
Am Freitag schloss die Aktie im Handel bei 51,60 € und notiert damit etwa 55 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 114,60 €. Die aktuelle Marktkapitalisierung beläuft sich auf rund 20,92 Milliarden €.
Während europäische Telekommunikationsanbieter wie Vodafone laut Berichten über gemeinsame Frequenzgebote nachdenken, um gegenüber Konkurrenten wie Starlink aufzuschließen, festigt AST SpaceMobile durch die neuen Testgenehmigungen und Kooperationen seine technologische Basis.
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