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Apple Aktie: Touchscreen-Mac ist Realität

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 06:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das neue MacBook Pro kombiniert Touchbedienung mit OLED-Technik; ob Käufer dafür mehr zahlen, bleibt offen.
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Apple hat mit einem jahrelangen Dogma gebrochen. CEO John Ternus stellte in Los Angeles das erste MacBook Pro mit Touchscreen vor und räumte damit eine Position ab, die schon Steve Jobs und Tim Cook verteidigt hatten. Die Vorbestellungen laufen seit heute.

Das neue MacBook Pro

Das Gerät bekommt ein Tandem-OLED-Display, das Apple "PROLED XDR" nennt. Die Spitzenhelligkeit liegt bei bis zu 2.000 Nits, das Kontrastverhältnis bei 10.000.000:1. Der Touch-Sensor sitzt direkt im Displaypanel, nicht als Schicht darüber. Nutzer können scrollen, zoomen und Inhalte per Fingertipp verschieben.

Dazu kommt die Dynamic Island, die erstmals auf dem Mac erscheint. Sie bündelt Spotlight, Live Activities und Siri AI. Als Chips dienen M5 Pro und M5 Max, der Arbeitsspeicher reicht bis 128 Gigabyte. Apple verspricht bis zu 24 Stunden Akkulaufzeit. Das 16-Zoll-Modell wiegt vier Pfund und damit 0,7 Pfund weniger als zuvor.

Programme wie Microsoft Office, Adobe Lightroom, DaVinci Resolve und Blender sollen die Touch-Bedienung unterstützen. Einige dieser Apps erscheinen laut Apple erst später in diesem Jahr.

Preis und Marktumfeld

Der Einstieg kostet 2.899 Dollar für das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro. Die 16-Zoll-Variante startet bei 3.399 Dollar. Mit M5 Max steigen die Preise auf 4.499 beziehungsweise 4.799 Dollar. Der Verkaufsstart ist am 6. November.

Der Zeitpunkt ist heikel. Der Laptopmarkt steckt in einer schwachen Phase, getrieben auch von teurem Speicher infolge des KI-Booms. Die Marktforscher von IDC meldeten für das dritte Quartal einen Rückgang der PC-Auslieferungen um 20 Prozent, bei Apple lag das Minus bei 11 Prozent. Nahezu alle Macs wurden 2026 teurer.

Hinzu kommt: Touchscreens sind bei Windows-Notebooks längst Standard, aber kein Kaufargument. Nur rund 17 Prozent der weltweit verkauften Notebooks haben 2026 laut IDC einen. Die Chips der neuen Modelle sind zudem bereits bekannt, einen großen Leistungssprung gibt es also nicht. Ob Kunden für die neue Bedienung Aufpreise zahlen, ist offen.

Strategische Bedeutung

Die Mac-Sparte erzielte zuletzt gut 10 Milliarden Dollar Umsatz, knapp ein Zehntel des Konzerns. Entwickler und KI-Anwendungen auf dem Gerät machen sie strategisch wichtiger, als es die Zahl vermuten lässt. Es ist Ternus' dritter großer Produktstart nach dem faltbaren iPhone Duo und dem Smart-Home-Hub.

An der Börse reagierte die Aktie zunächst verhalten: Zum Zeitpunkt der Vorstellung lag sie bei rund 345 Dollar, ein Minus von etwa 0,5 Prozent. Die nächste Messlatte sind die Verkaufszahlen nach dem Marktstart am 6. November.

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