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Apple Aktie: Musk knickt ein

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 16:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Elon Musk nimmt seine Vorwürfe gegen Apple zurück, während der Konzern mit Siri, Emmy-Erfolgen und neuen iPhone-Modellen im Fokus bleibt.

Bauhaus-Stil Poster mit geometrischen Formen und dem Wort TECH in kräftigen Farben
Bauhaus-Poster mit geometrischen Formen und Text TECH für Apple Inc., ISIN US0378331005, kräftig gestaltet Illustration mit AI erstellt.

Elon Musk zieht seine Kartellklage gegen Apple zurück. Für den iPhone-Konzern ist das ein kleiner, aber symbolisch nicht unbedeutender Sieg — auch wenn die Aktie davon am Dienstag zunächst nichts spürte.

Der Tech-Milliardär hatte Apple und OpenAI vor gut einem Jahr verklagt. Sein Vorwurf: Apple benachteilige Konkurrenz-Chatbots wie sein eigenes Grok, um ChatGPT einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. In neu eingereichten Gerichtsunterlagen heißt es nun, die Vorwürfe gegen Apple seien ausgeräumt — Details dazu blieben offen. Die Klage gegen OpenAI verfolgt Musk dagegen weiter.

Ursprung im Siri-Deal mit OpenAI

Auslöser des Streits war die 2024 vorgestellte Kooperation zwischen Apple und OpenAI. Seitdem können iPhone-Nutzer Anfragen, die Siri nicht beantworten kann, direkt an ChatGPT weiterleiten. Musk sah darin eine unfaire Bevorzugung und stützte seine Klage auf steile Marktanteils-Zahlen: 65 Prozent Smartphone-Dominanz für Apple in den USA, 80 Prozent Marktbeherrschung bei KI-Chatbots für OpenAI.

Pikant am Timing: Kurz bevor Musks Rückzieher bekannt wurde, hatte Apple in den USA eine überarbeitete Siri-Version eingeführt, die stärker auf künstliche Intelligenz setzt. Die Software stammt größtenteils aus eigener Entwicklung, für einzelne Funktionen griff Apple aber auf Googles Gemini-Modell zurück — ein Detail, das zeigt, wie sehr sich der Konzern inzwischen auf mehrere KI-Partner gleichzeitig stützt.

Der Machtkampf zwischen Musk und OpenAI-Chef Sam Altman bleibt davon unberührt. Eine kalifornische Jury hatte Musk bereits in einem separaten Verfahren gegen Altman eine Absage erteilt, in dem er dem Unternehmen vorwarf, seine gemeinnützige Ausrichtung zugunsten persönlicher Profite aufgegeben zu haben.

An der Börse blieb die Nachricht praktisch folgenlos. Die Aktie bewegte sich im Bereich um 330 Dollar und damit im Rahmen der üblichen Tagesschwankungen — der Rückzug einer Nebenklage ändert am fundamentalen Bild wenig.

Emmy-Rekord als Nebenschauplatz

Für positive Schlagzeilen sorgte derweil das Streaming-Geschäft: Apple TV holte bei den Primetime Emmy Awards 29 Auszeichnungen und wurde damit erstmals zum meistprämierten Streaming-Netzwerk des Jahres.

Die Serie "Widow's Bay" allein sammelte 14 Preise ein, darunter die Auszeichnung als beste Comedyserie. Für die Kernbewertung der Aktie dürfte das jedoch Nebensache bleiben — Apple TV trägt zum Konzernumsatz nur einen kleinen Teil bei, verglichen mit dem Hardware-Geschäft rund um iPhone und Zubehör.

Die eigentliche Musik spielt weiterhin beim iPhone. Mit dem gerade eingeführten iPhone Duo und der 18-Pro-Reihe hat Apple sein aktuelles Produktportfolio erst kürzlich aufgefrischt. Berichten zufolge sollen bis zur ersten Jahreshälfte 2027 weitere neue Geräte folgen — für die Aktie dürfte das der entscheidendere Treiber bleiben als der juristische Rückzug eines einzelnen Klägers.

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