Apple Aktie: Morgan Stanley kürzt Gewinnerwartungen
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 06:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aussichten für den iPhone-Konzern spalten die Gemüter der Analysten. Morgan Stanley hielt an der Einstufung Overweight fest.
Zwar hob Analyst Erik Woodring die Umsatzprognosen wegen robuster Absatzzahlen an. Zugleich kürzte er jedoch die Gewinnerwartungen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr, da steigende Komponentenpreise die Profitabilität belasten.
Im europäischen Handel legte das Papier am gestrigen Mittwoch um 1,5 Prozent auf 300,65 Euro zu.
Steigende Komponentenkosten belasten die Marge
Als wesentlichen Bremsklotz für die Ertragskraft identifiziert Morgan Stanley die Verteuerung von Speicherbausteinen. Das glich die höheren Beschaffungskosten in der Lieferkette jedoch nur teilweise aus.
Nach Branchenschätzungen von TrendForce könnten Speicherchips künftig rund ein Drittel der gesamten Fertigungskosten eines iPhones ausmachen. Vor diesem Hintergrund wächst am Markt die Sorge, dass der Technologiekonzern die zusätzlichen Belastungen nicht vollständig an die Kundschaft weitergeben kann. Die Margenentwicklung gerät damit zunehmend in den Fokus der Anleger.
Wachstumsfantasie durch KI und neue Hardware
Ein gänzlich anderes Bild zeichnet hingegen Yorkville Ives. Analyst Dan Ives verweist auf eine bevorstehende weltweite Investitionswelle in künstliche Intelligenz und sieht Apple optimal aufgestellt, um über die breite installierte Gerätebasis neue Service- und Upgrade-Erlöse zu erschließen.
Parallel dazu bereitet der Konzern den Marktstart neuer Geräte vor. Das erste faltbare Modell, das iPhone Duo, soll ab dem 16. Oktober vorbestellbar sein und am 23. Oktober in den Verkauf gehen. Mit einem Einstiegspreis von 1.999 US-Dollar zielt das Gerät klar auf das margenstarke Premiumsegment ab.
Quartalszahlen als nächster Prüfstein
Trotz der Einführungsprobleme in der Fertigung erwarten Branchenbeobachter wie Counterpoint Research für das laufende Jahr rund sechs Millionen Verkäufe des faltbaren Modells. Ob dieser Schritt reicht, um die gestiegenen Materialkosten auszugleichen, wird sich bald zeigen.
Klarheit über die tatsächliche Margenentwicklung dürften die anstehenden Geschäftszahlen bringen. Apple hat die Veröffentlichung seines nächsten Quartalsberichts für den 29. Oktober angekündigt. Dann müssen die Erlöse im Servicesektor und der durchschnittliche Verkaufspreis der Hardware beweisen, wie widerstandsfähig die Ertragskraft des Konzerns tatsächlich ist.
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