Apple Aktie: Morgan Stanley dämpft Erwartungen
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 18:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach einem starken Lauf wird die Luft dünner: Morgan Stanley senkt das Kursziel für Apple leicht auf 355 Dollar, zuvor waren es 360 Dollar. Das Rating bleibt bei "Overweight". Die Aktie schloss zuletzt bei 333 Dollar und legte rund 1,1 Prozent zu.
Wenig Spielraum nach der Rally
Die Analysten begründen den Schritt mit dem begrenzten Aufwärtspotenzial. Die Aktie hat in sechs Monaten über 30 Prozent gewonnen, der Börsenwert liegt bei etwa 4,9 Billionen Dollar. Die Gewinnprognose habe sich nach dem iPhone-Start kaum verändert.
An der Produkt-Roadmap lassen sie keinen Zweifel. Die kommenden zwei Jahre unter dem neuen CEO John Ternus zählten zu den spannendsten der jüngeren Konzerngeschichte. Morgan Stanley erwartet vier aufeinanderfolgende Jahre mit steigenden iPhone-Absätzen, das wäre erstmals seit dem Geschäftsjahr 2015 der Fall. Der Gewinn je Aktie soll zwischen 2026 und 2028 um rund 13 Prozent jährlich wachsen.
Für 2027 rechnet das Haus mit etwa 10 Dollar je Aktie, für 2028 mit knapp 11 Dollar. Das liegt bis zu 3 Prozent über dem Konsens.
Gemischtes Dezemberquartal
Die niedriger als erwartet angesetzten Preise der neuen iPhone-Modelle drücken leicht auf Durchschnittspreis und Marge. Bessere Absatzerwartungen, ein starkes Mac-Geschäft und Preiserhöhungen bei den Diensten gleichen das weitgehend aus.
Für das September-Quartal fällt der Ausblick positiv aus: Die iPhone-Produktion läuft stabil, hinzu kommen Zollerstattungen. Beim Dezemberquartal sieht Morgan Stanley dagegen ein gemischtes Bild. Die Konsensschätzungen berücksichtigten den gestaffelten iPhone-Start noch nicht, die erwarteten Auslieferungen seien zu hoch.
Auch Bernstein verweist auf Margendruck durch steigende Speicherpreise, sieht aber starke Auslandspreise als Puffer.
Konkurrenz und Politik
Im Faltsegment ist Apple mit dem iPhone Duo seit September am Markt. Huawei-Manager Richard Yu begrüßte den Einstieg. Nach dem Apple-Launch seien die Verkäufe des eigenen Falthandys Pura X Max binnen einer Woche um 76 Prozent gestiegen. Counterpoint rechnet für 2026 mit sechs Millionen verkauften iPhone Duo.
Beim KI-Treffen im Weißen Haus fehlte Apple am Tisch, anders als alle übrigen Tech-Schwergewichte. Investor Brad Gerstner wertete das als bedeutungslos. Apple entwickelt kleinere Modelle für den Betrieb auf dem eigenen Gerät und investiert deutlich weniger als Google, Microsoft oder Meta. Viele Marktteilnehmer sehen die Aktie deshalb als Absicherung gegen kapitalintensive Tech-Titel. Seit Jahresbeginn liegt sie rund 22,5 Prozent im Plus.
Konkret wird es mit den nächsten Quartalszahlen: Dann zeigt sich, ob die Konsensschätzungen für das Dezemberquartal nach unten angepasst werden, wie Morgan Stanley es erwartet.
Apple-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Apple-Analyse vom 1. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Apple-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Apple-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Apple: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
