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Apple Aktie: Kürzere Wartezeiten, mehr Fragezeichen

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 10:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

JPMorgan registriert kürzere Lieferfristen für iPhone 18 Pro-Modelle, sieht wegen China und des Foldables aber Interpretationsrisiken.

Bauhaus-Stil Poster mit geometrischen Formen und dem Wort TECH in kräftigen Farben
Bauhaus-Poster mit geometrischen Formen und Text TECH für Apple Inc., ISIN US0378331005, kräftig gestaltet Illustration mit AI erstellt.

Wer aufs neue iPhone wartet, muss diesmal weniger Geduld aufbringen. Für Anleger ist genau das eine unbequeme Nachricht.

JPMorgan hat die Lieferzeiten für iPhone 18 Pro und Pro Max in der ersten Vorbestellwoche mit denen des Vorjahresmodells verglichen — über die USA, China, Deutschland und Großbritannien hinweg. Das Ergebnis: Im globalen Durchschnitt lag die Wartezeit für den Pro bei 7 Tagen, für den Pro Max bei 19 Tagen.

Beim iPhone 17 waren es vor einem Jahr noch 15 und 24 Tage. Kürzere Lieferzeiten bedeuten meist, dass die Nachfrage hinter dem Angebot zurückbleibt, oder dass Apple die Produktion hochgefahren hat. JPMorgan tendiert zur ersten Lesart, mahnt aber zur Vorsicht bei der Interpretation.

China als Sonderfall

Am deutlichsten fiel der Rückgang in China aus. Dort sackten die Lieferzeiten für beide Pro-Modelle von jeweils 30 Tagen im Vorjahr auf 13 beziehungsweise 21 Tage. China steht für etwa 19 Prozent der weltweiten iPhone-Auslieferungen — ein Markt, in dem Apple zuletzt gegen aggressive lokale Konkurrenz kämpfte.

JPMorgan bringt die schwächere China-Nachfrage für die Pro-Modelle mit dem kommenden iPhone Duo in Verbindung. Das faltbare Gerät soll dort auf besonders aufgeschlossene Käufer treffen, da chinesische Hersteller den Foldable-Markt bereits seit Jahren bearbeiten. Wer im September ein Pro-Modell kauft, verzichtet womöglich bewusst darauf, um später zum Duo zu greifen.

In den USA, dem größten Einzelmarkt mit rund 34 Prozent der Auslieferungen, zeigte sich ein gemischtes Bild: Der Pro Max liegt mit 22 Tagen sogar leicht über dem Vorjahreswert von 21 Tagen, während der reine Pro von 4 auf 2 Tage fiel. Auch in Deutschland und Großbritannien sanken die Wartezeiten spürbar.

Zurückhaltung ist angebracht

JPMorgan warnt selbst davor, aus den Zahlen der ersten Woche zu viel herauszulesen. Ohne ein reguläres Basismodell und mit dem stufenweisen Rollout des Foldables verändert sich in diesem Jahr die gesamte Verteilung der Produktionskapazitäten auf die einzelnen SKUs. Ein direkter Vergleich mit dem Vorjahr hinkt entsprechend.

Die Aktie selbst reagierte zuletzt mit einem Kurssprung über die Marke von 330 Dollar und hatte sich im August zuvor bei rund 310 bis 315 Dollar stabilisiert. Ob die kürzeren Lieferzeiten tatsächlich schwächere Nachfrage signalisieren oder schlicht bessere Verfügbarkeit, dürfte sich erst zeigen, wenn die Auslieferungszahlen der kommenden Wochen vorliegen.

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