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Amazon Aktie: UBS setzt auf AWS

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 20:56 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die UBS erwartet bei Amazons AWS weiteres Umsatzpotenzial, während hohe Rechenzentrumsinvestitionen und zusätzliche US-Ausgaben den Cashflow belasten.

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Amazon.com Inc. (US0231351067) fulfillment center conveyor belts with robotic arms sorting packages Illustration mit AI erstellt.

Die Schweizer Großbank UBS setzt im weltweiten Markt für künstliche Intelligenz verstärkt auf Amazon.

Nach Einschätzung des Hauses befindet sich der Ausgabenzyklus für die nötige Infrastruktur erst in einer frühen Phase. Vor allem der Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS) traut das Institut zu, die allgemeinen Umsatzerwartungen am Markt zu übertreffen.

Als wesentlichen Treiber dieser Entwicklung sieht die UBS die hauseigenen Spezialprozessoren der Modellreihen Trainium 2 und Trainium 3. Mit diesen Halbleitern zielt Amazon darauf ab, die Abhängigkeit von externen Chipentwicklern zu verringern und Firmenkunden rechenintensive Anwendungen zu günstigeren Konditionen bereitzustellen.

Parallel dazu treibt der Konzern die Weiterentwicklung seiner Cloud-Infrastruktur voran, um Kaltstartzeiten bei KI-Agenten zu verkürzen und genutzten Speicher dynamischer abzurechnen.

An der Börse beendete der Titel die zurückliegende Handelswoche bei 220,80 Euro, was am Freitag einem Tagesgewinn von 0,9 Prozent entsprach. Bis zum 52-Wochen-Hoch von 249,00 Euro verbleibt damit weiterhin ein spürbarer Rückstand.

Hohe Investitionen belasten den Cashflow

Der massive Ausbau von Rechenzentren bindet jedoch beträchtliche finanzielle Mittel. Während Technologiekonzerne weltweit enorme Summen in Hardware investieren, rückt die reale Liquiditätsentwicklung zunehmend in das Blickfeld der Anleger. Der Bau und die Bestückung moderner Datenzentren führen branchenweit zu hohen Vorabverbindlichkeiten, die erst über Jahre hinweg monetarisiert werden können.

In den zwölf Monaten bis Ende Juni 2026 standen einem operativen Cashflow von 161,403 Milliarden US-Dollar Sachinvestitionen in Höhe von 169,007 Milliarden US-Dollar gegenüber. Trotz des damit verbundenen Mittelabflusses liefert das operative Cloud-Geschäft solide Erträge: Im zweiten Quartal 2026 erzielte AWS ein operatives Ergebnis von 16,6 Milliarden US-Dollar.

Dieser finanzielle Kraftakt verdeutlicht den schmalen Grat, auf dem sich der Konzern bewegt. Um den künftigen Rechenbedarf von Großkunden zuverlässig abzudecken, müssen Kapazitäten frühzeitig gesichert werden. Investoren achten deshalb genau darauf, wie effizient die neu geschaffenen Strukturen letztlich ausgelastet werden.

Zusätzliche Ausgaben im US-Filial- und Logistiknetz

Parallel zu den milliardenschweren Technologieprojekten steigen auch die Aufwendungen im operativen Kerngeschäft. Diese Anpassung erfordert Investitionen von mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar und wird ab Oktober durch zusätzliche Vergünstigungen auf Lebensmitteleinkäufe ergänzt.

Amazon agiert damit gegenwärtig an zwei kostenintensiven Fronten. Während das Personal im heimischen Versand- und Logistiknetz höhere Mittel beansprucht, verschlingt der Ausbau der Rechenkapazitäten Rekordbeträge. Für die weitere Kursentwicklung wird entscheidend sein, ob die technologischen Initiativen rund um AWS schnell genug die erhofften Ergebnisbeiträge liefern.

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