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Altech: 14-Hektar-Gelände für 675.000 Euro verkauft

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 09:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Altech Advanced Materials beendet das Batterieprojekt in der Lausitz. Der Grundstücksverkauf soll Verluste begrenzen, während die Tochtergesellschaft vor der Insolvenz steht.

Altech Advanced Materials: Aus für Batterieprojekt in Schwarze Pumpe
Weitläufiges, unbebautes Industriegelände bei klarem Tageslicht aus der Vogelperspektive. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die industriellen Träume in der Lausitz sind endgültig geplatzt. Altech Advanced Materials steht vor dem operativen Aus in Deutschland. Statt wie geplant Batterien zu produzieren, verwaltet das Management nur noch die eigene Abwicklung.

Grundstücksverkauf zur Schadensbegrenzung

Die Projektgesellschaft Altech Batteries GmbH wird vollständig abgewickelt. Der Rückverkauf des 14 Hektar großen Werksgeländes im Industriepark Schwarze Pumpe steht bevor. Die Gemeinde Spreetal kauft die Fläche zurück.

Das Unternehmen rechnet mit einem Bruttoerlös von etwa 675.000 Euro. Die Summe wird dringend benötigt. Parallel dazu verliert Altech den Zugriff auf die Kerntechnologie der Cerenergy-Batterie. Die Rechte bleiben vertragsgemäß bei der Fraunhofer-Gesellschaft.

Finanzierung gescheitert, Förderung weg

Die Lage der deutschen Tochtergesellschaft hat sich massiv zugespitzt. Berichte deuten auf eine unmittelbar bevorstehende Insolvenz hin. Nach neun Monaten Suche fand sich kein strategischer Partner für das Cerenergy-Projekt.

Ohne privates Eigenkapital fallen auch die staatlichen Förderungen weg. Der Bund hätte 46,7 Millionen Euro beigesteuert. Für das Geschäftsjahr erwartet der Vorstand nun einen Fehlbetrag zwischen 5,0 und 5,5 Millionen Euro.

Kapitalverlust erzwingt Hauptversammlung

Die gesetzlichen Alarmglocken schrillen. Altech hat bereits mehr als die Hälfte des Grundkapitals verloren. Der Vorstand muss diesen Umstand gemäß Aktiengesetz offiziell anzeigen.

Hierfür beraumt das Unternehmen eine außerordentliche Hauptversammlung im September 2026 an. Dort wird das Management das Scheitern der Projekte Cerenergy und Silumina Anodes aufarbeiten. Letzteres wurde bereits im Mai 2026 eingestellt.

Die Altech Advanced Materials AG fungiert künftig primär als Holding. Das Schicksal der Gesellschaft hängt nun an der Beteiligung an der australischen Mutter Altech Batteries Ltd. Die Anteilseigner entscheiden im September über die Verwendung der restlichen Mittel.

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