Zeitumstellung, Dritten

Zeitumstellung belastet jeden Dritten gesundheitlich

31.03.2026 - 06:31:42 | boerse-global.de

Eine DAK-Studie zeigt, dass fast jeder Dritte gesundheitlich unter der Zeitumstellung leidet. Die politische Abschaffung auf EU-Ebene stockt trotz klarer Mehrheit in der Bevölkerung.

Zeitumstellung belastet jeden Dritten gesundheitlich - Foto: über boerse-global.de

Die Rückkehr der Sommerzeit hat Millionen Deutsche in einen Mini-Jetlag gestürzt. Fast jeder dritte Bundesbürger leidet aktuell unter den Folgen des künstlichen Zeitwechsels. Das zeigt eine neue Umfrage der DAK-Gesundheit.

Besonders Frauen und Menschen im mittleren Alter kämpfen mit den Auswirkungen. Die politische Lösung auf EU-Ebene lässt dagegen weiter auf sich warten – trotz einer überwältigenden Mehrheit in der Bevölkerung, die die Umstellung abschaffen will.

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Studie zeigt: Müdigkeit und Schlafstörungen dominieren

Die aktuellen Daten der DAK zeichnen ein klares Bild: Rund 30 Prozent der Befragten berichten von gesundheitlichen oder psychischen Problemen durch die Zeitumstellung. An der Spitze der Beschwerden steht eine massive Abgeschlagenheit.

78 Prozent der Betroffenen fühlen sich müde und schlapp. 66 Prozent klagen über Einschlafprobleme und Schlafstörungen. Experten warnen vor den oft unterschätzten psychischen Folgen wie Gereiztheit und Konzentrationsstörungen.

Diese Beeinträchtigungen wirken sich direkt auf den Alltag aus. 44 Prozent der Betroffenen haben eine verminderte Konzentrationsfähigkeit – ein Risiko im Berufsalltag und im Straßenverkehr.

Warum unser Körper gegen die Uhr rebelliert

Die Ursache für das Chaos liegt in unserer inneren Uhr. Der circadiane Rhythmus steuert Hormonhaushalt, Körpertemperatur und den Schlaf-Wach-Rhythmus. Er orientiert sich am natürlichen Tageslicht, nicht an der künstlichen Uhrzeit.

Die einstündige Verschiebung stellt den Körper vor eine enorme Anpassungsleistung. Sie bringt die Produktion der Schlaf- und Stresshormone durcheinander.

Morgens bleibt es für den Körper gefühlt länger dunkel, was das Aufstehen erschwert. Abends sorgt die längere Helligkeit dafür, dass die Melatoninproduktion später einsetzt – die Folge sind Einschlafschwierigkeiten. Mediziner sprechen von einem leichten Jetlag.

Frauen leiden deutlich stärker als Männer

Die Belastung trifft nicht alle gleich. Frauen reagieren deutlich sensibler auf den Zeitwechsel. 38 Prozent von ihnen geben gesundheitliche Folgen an, bei den Männern sind es nur 22 Prozent.

Psychologen führen dies auf eine höhere Sensibilität für hormonelle Schwankungen zurück. Oft kommt eine starke Doppelbelastung durch Beruf und Familie hinzu, die wenig Spielraum für Ruhephasen lässt.

Besonders betroffen sind die 30- bis 59-Jährigen. In dieser Lebensphase ist der Takt durch Beruf und Familie oft besonders eng. Interessant: Berufstätige Frauen erscheinen trotz Beschwerden seltener unpünktlich zur Arbeit als Männer.

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EU-Debatte steckt trotz klarer Mehrheit fest

Die politische Lösung bleibt in weiter Ferne. 76 Prozent der Deutschen sprechen sich für eine dauerhafte Abschaffung der Zeitumstellung aus. In Ostdeutschland liegt die Zustimmung sogar bei über 80 Prozent.

Doch auf EU-Ebene herrscht Stillstand. Zwar stimmte das Europäische Parlament bereits 2019 für ein Ende des Wechsels. Die Mitgliedstaaten konnten sich aber nicht auf eine dauerhafte Zeit einigen: Soll die ewige Sommerzeit oder die Normalzeit gelten?

Wirtschaftsverbände warnen vor einem Flickenteppich aus Zeitzonen. Mediziner fordern die Normalzeit, die dem menschlichen Biorhythmus am ehesten entspricht. Ohne Konsens bleibt die halbjährliche Umstellung – und die Belastung für Millionen.

Mehr als ein individuelles Problem

Die Folgen sind auch wirtschaftlich spürbar. Nach dem Zeitwechsel steigen regelmäßig die Krankmeldungen, die Produktivität sinkt. Konzentrationsschwäche und Gereiztheit erhöhen die Fehlerquote am Arbeitsplatz.

Internationale Studien zeigen zudem ein leicht erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle in den Tagen nach der Umstellung. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle nimmt tendenziell zu.

Die Belastungswerte haben sich in den letzten zehn Jahren nicht verringert. Der menschliche Körper gewöhnt sich offenbar nicht an diesen künstlichen Eingriff. Die Zeitumstellung ist damit mehr als ein lästiges Ritual – sie ist ein Risikofaktor für die öffentliche Gesundheit.

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