WhatsApp-Betrüger ködern Anleger mit gefälschter Riverstone-App
09.02.2026 - 10:43:12Eine neue Betrugswelle über WhatsApp lockt Anleger in falsche Sicherheit. Die Täter geben sich als Experten der renommierten Investmentfirma Riverstone aus und drängen auf die Nutzung der manipulierten Handels-App „RCINC“. Verbraucherschützer schlagen Alarm.
So funktioniert der Köder
Der Betrug beginnt mit einer Einladung in WhatsApp-Gruppen wie „Signal Jäger“ oder „Dividenden Dock“. Dort inszenieren die Täter ein professionelles Umfeld. Ein angeblicher „Professor“ oder Chefanalyst namens „Gerhard Braun“ teilt exklusive Handelssignale. Eine „Assistentin“ namens „Carolin Maier“ unterstützt ihn.
Die Kommunikation wirkt seriös:
* Es werden Analysen zu Kryptowährungen und Aktien geteilt.
* Opfer erhalten konkrete Handelsanweisungen.
* Teilweise werden sogar kleine Gewinne in Höhe von etwa 1.000 US-Dollar ausgezahlt.
Diese ersten Erfolge sind reine Vertrauensbildung. Experten sprechen von „Pig Butchering“ – die Opfer werden emotional „gemästet“, bevor der finanzielle Schlag kommt.
Passend zum Thema WhatsApp-Betrug: Kriminelle in Chat‑Gruppen nutzen psychologische Tricks (siehe „Pig Butchering“) und gefälschte Handels‑Apps, um Auszahlungen zu blockieren. Das kostenlose Anti‑Phishing‑Paket liefert einen praxisorientierten 4‑Schritte‑Plan: wie Sie manipulative Nachrichten erkennen, gefälschte Apps entlarven, Bankgespräche absichern und Verdachtsfälle richtig dokumentieren. Mit Checklisten für schnelle Sofortmaßnahmen und Hinweisen, wann Sie Anzeige erstatten sollten. Für Betroffene, Angehörige und kleine Unternehmen ist der Guide kostenlos downloadbar. Anti-Phishing-Paket jetzt herunterladen
Die gefälschte App „RCINC“ als Falle
Sobald Vertrauen aufgebaut ist, drängen die Betrüger zum Wechsel auf die Handels-App „RCINC“. Nur dort gebe es Zugang zu institutionellen Instrumenten, heißt es. In der App sehen Nutzer scheinbar spektakuläre Gewinne und ein wachsendes Guthaben.
Doch die Zahlen sind frei erfunden. Die App ist nicht mit echten Börsen verbunden und wird vollständig von den Betrügern kontrolliert. Sie missbrauchen gezielt den Namen der echten Riverstone Holdings, um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen. Eine oberflächliche Google-Suche bestätigt das Unternehmen – hat aber nichts mit dem Betrug zu tun.
Das böse Erwachen: Geld weg, Kontakt abgebrochen
Wenn Opfer ihre Gewinne auszahlen wollen, beginnt das eigentliche Spiel. Auszahlungen werden blockiert. Stattdessen fordern die Täter plötzlich Zahlungen für:
* Angebliche Steuern
* Versicherungsgebühren
* Liquiditätsnachweise
Experten warnen: Jeder weitere Euro ist verloren. Nach Zahlung dieser Fantasiegebühren brechen die Täter den Kontakt ab. Die WhatsApp-Gruppen werden gelöscht.
Was Betroffene jetzt tun sollten
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt regelmäßig vor solchen unlizenzierten Plattformen. Für „RCINC“ liegt keine Erlaubnis vor.
Wer in die Falle getappt ist, sollte:
* Keine weiteren Zahlungen leisten.
* Den Kontakt sofort abbrechen.
* Alle Beweise (Chats, Screenshots, Überweisungen) sichern.
* Anzeige bei der Polizei erstatten.
* Die eigene Bank informieren.
Die Täter operieren oft international, was die Strafverfolgung erschwert. Seriöse Finanzdienstleister akquirieren keine Kunden über WhatsApp-Gruppen. Bleiben Sie skeptisch, wenn ungebetene „Chancen“ auf dem Smartphone landen.
PS: Wenn Sie verhindern möchten, dass auch Bekannte oder Kollegen Opfer werden, bietet das Anti‑Phishing‑Paket handfeste Schutzmaßnahmen für Privatpersonen und Unternehmen. Der Report erklärt, welche Zahlungsaufforderungen sofort verdächtig sind, wie Sie sichere Kommunikationskanäle einrichten und wie IT‑Ansprechpartner gefälschte Konten melden. Enthält Praxisfallen und Mustertexte für Meldungen an Banken und Polizei. Ideal, um sich sofort zu schützen und zukünftige Kontakte in WhatsApp‑Gruppen sicherer zu gestalten. Jetzt Anti-Phishing-Guide sichern


