Vitamin D enttäuscht bei akuter COVID-19, hilft aber womöglich gegen Long-COVID
13.03.2026 - 00:00:15 | boerse-global.de
Eine große US-Studie liefert klare Antworten zum umstrittenen Sonnenvitamin. Hochdosiertes Vitamin D3 mildert den akuten Verlauf einer Corona-Infektion nicht. Doch es gibt ein überraschendes Signal für die Zeit danach.
Keine Wunderwaffe gegen akute Infektionen
Die VIVID-Studie des Mass General Brigham räumt mit einer großen Hoffnung auf. Über 1.700 frisch Infizierte erhielten vier Wochen lang entweder ein Placebo oder hochdosiertes Vitamin D3. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Vitamin-Gabe reduzierte weder die Schwere der Erkrankung noch die Zahl der Krankenhausaufenthalte. Auch die Ansteckungsrate im Haushalt blieb unverändert.
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„Damit widerlegt unsere Studie die Annahme, dass eine akute, hochdosierte Gabe den Verlauf abmildern kann“, so das Fazit der Forscher um JoAnn Manson. Ihre Ergebnisse erscheinen heute im „Journal of Nutrition“.
Überraschendes Signal bei Long-COVID
Doch die Studie hat eine zweite, vielversprechende Botschaft. Acht Wochen nach der Infektion berichteten nur 21 Prozent der Vitamin-D-Gruppe über anhaltende Symptome. In der Placebogruppe waren es 25 Prozent. Dieser Unterschied gilt als grenzwertig signifikant.
Konkret ging es um typische Long-COVID-Beschwerden wie chronische Erschöpfung, Kurzatmigkeit und „Gehirnnebel“. Die Forscher sehen hier einen wichtigen Ansatzpunkt. Sie planen bereits Folgestudien, um zu prüfen, ob Vitamin D das Long-COVID-Risiko nachhaltig senken kann.
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Mangel schwächt, Überdosis schadet
Wie passt das zusammen? Eine britische Studie zeigte erst kürzlich: Ein schwerer Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko für Krankenhauseinweisungen wegen Atemwegsinfekten um ein Drittel. Eine Grundversorgung ist für das Immunsystem also essenziell.
Die VIVID-Studie zeigt nun die Grenze: Ist die Infektion erst da, hilft eine Stossdosis nicht mehr. Und Vorsicht ist geboten: Die Stiftung Warentest warnt vor frei verkäuflichen, oft überdosierten Präparaten. Eine dauerhafte Überdosis kann zu Nierenschäden führen.
Fachleute raten zu ärztlicher Begleitung. Für Risikogruppen kann in den Wintermonaten eine moderate Dosis sinnvoll sein. Die hochdosierte Therapie aus der Studie gehört jedoch in klinische Hände.
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