Vanguard FTSE All-World ETF: Rechtsstreit beigelegt
16.03.2026 - 16:23:16 | boerse-global.deVanguard hat einen der meistbeachteten Kartrechtsfälle der US-Fondsbranche mit einem Vergleich abgeschlossen. Für Anleger des VWCE bedeutet das: Eine rechtliche Unsicherheit, die den Asset-Manager seit über einem Jahr begleitet hat, ist vom Tisch. Gleichzeitig steht eine Anpassung des zugrunde liegenden Index bevor.
Der Vergleich im Detail
Am 25. Februar 2026 einigte sich Vanguard mit 13 republikanischen Staatsanwälten auf einen Vergleich in Höhe von 29,5 Millionen Dollar. Die Klage, angeführt von Texas Attorney General Ken Paxton, warf Vanguard, BlackRock und State Street vor, ihre gemeinsamen Beteiligungen an US-Kohleunternehmen genutzt zu haben, um Produktionsmengen zu beeinflussen und Energiepreise zu erhöhen — verkleidet als ESG-Initiativen.
Vanguard bestreitet jegliches Fehlverhalten; der Vergleich enthält ausdrücklich kein Schuldeingeständnis. Die Klagen gegen BlackRock und State Street laufen weiter.
Neben der Zahlung gehen mit dem Vergleich konkrete operative Verpflichtungen einher. Vanguard muss aus dem Principles for Responsible Investment (PRI) austreten und darf keiner Organisation mehr angehören, die spezifische Emissionsziele oder klimabezogene Investitionsvorgaben fordert — darunter NZAM, Ceres und Climate Action 100+. Zudem verpflichtet sich Vanguard, sein Proxy-Choice-Programm bis Ende Juni 2027 auf alle Fonds auszuweiten, bei denen mehr als die Hälfte der Vermögenswerte in US-Aktien investiert ist.
Indonesien-Pause beim März-Rebalancing
Parallel dazu hat FTSE Russell entschieden, indonesische Aktien vom regulären Quartals-Rebalancing im März 2026 auszunehmen. Hintergrund sind Bedenken hinsichtlich der Eigentümerstrukturen und der Preisbildung an der Indonesia Stock Exchange (IDX), die als unzureichend transparent eingestuft wurden. MSCI hatte im Januar 2026 eine vergleichbare Entscheidung getroffen.
Während der Aussetzung werden für indonesische Titel keine Aufnahmen, Streichungen oder Gewichtsanpassungen vorgenommen. Ausnahmen gelten nur bei Unternehmensaktionen wie Fusionen, Insolvenzen oder Delistings. Den nächsten regulären Überprüfungstermin für indonesische Werte hat FTSE Russell auf den Juni-Zyklus verschoben — mit einem Update-Termin am 22. Mai 2026.
Fondsprofil
Mit einem verwalteten Vermögen von rund 31 Milliarden Euro ist der VWCE der größte ETF auf den FTSE All-World Index. Die laufenden Kosten betragen 0,19 Prozent pro Jahr. Morningstar bewertet den Fonds weiterhin mit dem „Silver"-Rating, gestützt auf die niedrigen Kosten und die konsistente passive Replikationsstrategie. Der FTSE All-World Index bildet 4.230 Aktien aus mehr als 70 Ländern ab und deckt eine Marktkapitalisierung von 78,6 Billionen Dollar ab.
Mit dem Vergleich hat Vanguard nach eigenen Angaben die Möglichkeit bewahrt, weiterhin Stimmrechte auszuüben und sich zu Governance-Themen zu äußern, sofern dies dem langfristigen Aktionärswert dient. Die Indonesien-Ausnahme beim März-Rebalancing bleibt für einen Fonds dieser Größenordnung eine überschaubare Abweichung — bis zur nächsten regulären Überprüfung im Juni.
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