VanEck Gold Miners ETF: 39 Prozent unter März-Hoch
Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 21:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Goldminen-Aktien geraten unter Druck. Der VanEck Gold Miners ETF verlor allein im letzten Monat rund 18 Prozent an Wert. Hinter der schwachen Kursfassade baut sich jedoch eine Gewinnspanne auf, die es in dieser Form bisher selten gab.
Goldrausch bei den Margen
Die Ertragskraft der Minenbetreiber erreicht neue Rekordmarken. Eine Unze Gold kostete 2026 im Schnitt bisher rund 4.700 US-Dollar. Dem stehen Förderkosten von durchschnittlich weniger als 2.000 US-Dollar gegenüber.
Daraus ergibt sich eine Bruttomarge von über 2.700 US-Dollar pro produzierter Unze. Selbst bei einem deutlichen Preisrückgang des Edelmetalls bliebe das Geschäft der Bergbaukonzerne hochprofitabel.
Fokus auf Kapitaldisziplin
Der Sektor schwimmt im Geld. Statt riskante Übernahmen zu finanzieren, schütten Branchengrößen wie Newmont verstärkt Kapital an ihre Aktionäre aus. Diese neue Strenge bei der Mittelverwendung überzeugt zunehmend auch institutionelle Investoren.
Der ETF bildet diese Entwicklung über Schwergewichte wie Agnico Eagle Mines ab. Innerhalb eines Jahres lieferten Minenaktien eine Rendite von rund 39 Prozent. Damit schlugen sie die Performance von physischem Gold deutlich.
Das fundamentale Umfeld bleibt durch die enorme Differenz zwischen Goldpreis und Förderkosten günstig. Der ETF notiert aktuell rund 39 Prozent unter seinem Jahreshoch vom März. Sollte der Goldpreis über der Marke von 4.000 US-Dollar verharren, bleiben die Margen der Produzenten auf historischem Rekordniveau.
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