Zombie-Projekte, Jahr

Unternehmen beenden 2026 gezielt Zombie-Projekte

22.01.2026 - 23:25:12

Im Jahr 2026 priorisieren Firmen die Beendigung nutzloser Initiativen, um Ressourcen für Wachstumsbereiche freizusetzen. Experten sehen darin einen Schlüssel für Widerstandsfähigkeit.

Unternehmen setzen 2026 auf radikale Portfolio-Hygiene. Sie beenden nutzlose Initiativen, um Ressourcen für Innovationen freizuspielen. Der Druck durch wirtschaftliche Unsicherheit und angespannte Lieferketten macht diese Strategie zur Notwendigkeit.

Experten für Projekt-Portfoliomanagement (PPM) sehen darin einen Schlüsselfaktor für Widerstandsfähigkeit. Es geht nicht mehr nur um das Starten neuer Vorhaben, sondern zunehmend um die Kunst des rechtzeitigen Beendens.

Was sind “Zombie-Projekte”?

Diese Projekte existieren in einem Schwebezustand: Sie sind nicht offiziell beendet, kommen aber auch nicht voran. Dennoch binden sie stetig Budget, Fachkräfte und Managementzeit.

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Typische Merkmale sind:
* Unklare oder veraltete Ziele
* Fehlende Unterstützung durch die Führung
* Realitätsferne ursprüngliche Planung
* “Scope Creep” – die schleichende Ausweitung des Umfangs

Die größte Gefahr sind die Opportunitätskosten. Jede Ressource, die in einem Zombie-Projekt steckt, fehlt bei wirklich wichtigen und innovativen Vorhaben.

So jagen Unternehmen die “Zombies”

Immer mehr Firmen etablieren zentrale Project Management Offices (PMOs). Diese Einheiten überwachen das gesamte Portfolio und bewerten es anhand klarer Kennzahlen.

Entscheidend sind feste Kriterien für die Beendigung:
* Passt das Projekt noch zur Unternehmensstrategie?
* Ist der ursprüngliche Geschäftserfolg (Net Present Value) noch erreichbar?
* Zeigt es klare Fortschritte?

Eine verbreitete Methode ist das gezielte “Aushungern”. Dem Projekt werden einfach keine neuen Ressourcen mehr zugewiesen, bis es von selbst zum Erliegen kommt. Standardisierte Prozesse sollen emotionale oder politische Widerstände gegen die Einstellung überwinden.

Die größte Hürde ist die Unternehmenskultur

Die Angst vor dem Eingeständnis des Scheiterns blockiert oft. Viele verfallen der “Sunk-Cost-Fallacy” – dem Irrglauben, dass bereits getätigte Investitionen ein Weitermachen rechtfertigen.

Erfolgreiche Unternehmen fördern daher eine Kultur, in der das kontrollierte Beenden als intelligente Geschäftsentscheidung gilt. Transparente Kommunikation und starke Führung sind hierfür essenziell.

Mehr als nur Kostensparen

Das Aussortieren ist eine strategische Ressourcenallokation. Freigesetzte Budgets und Mitarbeiter können in Wachstumsbereiche wie digitale Transformation oder nachhaltige Technologien fließen.

KI-gestützte Analyse-Tools gewinnen an Bedeutung. Sie liefern verlässlichere Prognosen darüber, welche Initiativen Erfolg versprechen – und welche nicht.

Permanente Optimierung wird zum Standard

Experten erwarten, dass die kontinuierliche Portfolio-Optimierung 2026 weiter zunimmt. Die Fähigkeit zur schnellen Neupriorisierung wird zum Wettbewerbsvorteil.

Hybride Methoden, die klassische und agile Ansätze kombinieren, dürften sich durchsetzen. Unternehmen, die ihr Portfolio proaktiv steuern, sind besser für Marktveränderungen gewappnet. Die Jagd auf Zombie-Projekte wird so zum Zeichen für operative Exzellenz.

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