UBS Aktie: JPMorgan sieht Rückenwind
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 18:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Während US-Banken gerade eine überraschend starke Berichtssaison hinlegen, rückt die Frage in den Fokus, ob europäische Institute davon mitprofitieren können. JPMorgan hat dazu eine klare Meinung — und die UBS steht ganz oben auf der Liste der Gewinner.
JPMorgan bestätigt Kaufempfehlung
Die US-Bank beließ ihre Einstufung für UBS auf "Overweight". Analyst Kian Abouhossein begründete dies mit den jüngsten Quartalszahlen der US-Konkurrenz: Handelsgeschäft und Gebühreneinnahmen im Investmentbanking hätten selbst optimistische Erwartungen deutlich übertroffen. Abouhossein geht davon aus, dass auch europäische Häuser von dieser Stärke profitieren — mit UBS an der Spitze, gefolgt von Barclays und der Deutschen Bank. Für die Institute berge das Potenzial für steigende Gewinnschätzungen und Neubewertungen, so der Analyst.
Expansion in den USA
Parallel zur positiven Analystenstimme baut UBS ihr US-Geschäft im Wealth Management weiter aus. Die Bank hat in Uptown Dallas einen dritten großen Hub für ihr Wealth Advice Center eröffnet, nach bestehenden Standorten in Weehawken (New Jersey) und Charlotte (North Carolina). Die rund 2.400 Quadratmeter große Fläche im 23Springs-Gebäude bietet Platz für mehr als 170 Finanzberater und Mitarbeiter. Der neue Standort soll künftig als Zentrale für die Central-Region-Aktivitäten des Wealth Advice Centers dienen, das inzwischen in 37 US-Städten präsent ist.
Die Kombination aus beiden Entwicklungen zeichnet ein Bild einer Bank, die auf zwei Ebenen zulegt: im Investmentbanking durch den Branchenrückenwind, im Wealth Management durch gezielten Ausbau der US-Präsenz. Ob sich das JPMorgan-Kalkül auf steigende Konsensschätzungen tatsächlich in den kommenden Quartalszahlen niederschlägt, dürfte sich an der Entwicklung der IB-Erträge im nächsten Berichtstermin zeigen.
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