UBS Aktie: Erste Group hebt Gewinnschätzung
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 10:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Analysten heben ihre Schätzung für den Gewinn je Aktie im Geschäftsjahr 2026 von 3,43 auf 3,49 US-Dollar an. Für 2027 kalkuliert das Institut nun mit 4,16 US-Dollar je Aktie. Damit liegt Erste Group Bank leicht unter dem breiteren Marktkonsens, der für das laufende Jahr bei 3,51 US-Dollar je Aktie liegt.
Solides erstes Quartal als Basis
Grundlage für die Anhebung ist der überraschend starke Auftakt ins Jahr 2026. UBS hatte im ersten Quartal einen Gewinn je Aktie von 0,94 US-Dollar ausgewiesen und damit die Erwartungen von 0,85 US-Dollar klar übertroffen. Auch beim Umsatz lag die Bank mit 13,64 Milliarden US-Dollar über der Konsensschätzung von 16 Milliarden US-Dollar, genauer: über den erwarteten 13,16 Milliarden US-Dollar. Das Zahlenwerk untermauert die Zuversicht der Analysten, dass sich das Ertragsmomentum der Bank im weiteren Jahresverlauf fortsetzen könnte.
Analystenlager bleibt gespalten
Trotz der positiven Schätzungsanpassung fällt das Gesamtbild bei den Analysten uneinheitlich aus. Von den erfassten Einschätzungen votieren eine für "Strong Buy" und vier für "Buy", während vier Häuser auf "Hold" stehen und zwei Analysten eine Verkaufsempfehlung aussprechen. In Summe ergibt sich daraus ein Konsensrating von "Hold" bei einem durchschnittlichen Kursziel von 60,30 US-Dollar. Das mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18,90 bewertete Papier gilt damit weiterhin als moderat bewertet, ohne dass sich am Markt ein klares Übergewicht in eine Richtung herausbildet.
Kurs nahe am Jahreshoch
An der Börse hat sich die UBS-Aktie zuletzt uneinheitlich entwickelt. Am Freitag schloss das Papier bei 46,13 Euro und büßte damit 1,43 Prozent ein. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein deutliches Plus von 15,99 Prozent zu Buche. Vom 52-Wochen-Hoch bei 48,19 Euro, erreicht am 16. Juli 2026, trennen die Aktie derzeit noch 4,27 Prozent – ein Abstand, der angesichts der zuletzt volatilen Handelswoche moderat ausfällt.
Für Anleger bleibt die Gemengelage ambivalent: Die operative Entwicklung und die nach oben korrigierten Gewinnschätzungen sprechen für die Bank, während die gemischten Analystenvoten zeigen, dass die Bewertung nach dem Kursanstieg der vergangenen Monate nicht mehr als klarer Schnäppchenkauf gilt. Die nächsten Quartalszahlen dürften zeigen, ob sich der positive Trend aus dem ersten Quartal fortsetzt und ob die von Erste Group Bank angehobenen Schätzungen Bestand haben.
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