UBS Aktie: Akten-Blockade!
11.04.2026 - 10:53:32 | boerse-global.deDie Aufarbeitung der Credit-Suisse-Historie entwickelt sich für die UBS zum juristischen Drahtseilakt. Weil ein New Yorker Richter den Schutz vor neuen Milliardenforderungen verweigerte, zieht die Bank nun die Reißleine und verweigert US-Ermittlern den Zugriff auf brisante NS-Archive.
Hintergrund ist ein Urteil vom 7. April. Richter Edward R. Korman lehnte den Antrag der Großbank ab, die Offenlegung von Dokumenten rechtlich abzusichern. Die UBS wollte verhindern, dass die Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Ermittler Neil Barofsky die Tür für neue Schadensersatzforderungen aufstößt. Ohne diesen vorsorglichen Schutz sieht das Institut das rechtliche Risiko als zu hoch an und behält die Unterlagen unter Verschluss.
Brisante Funde im Archiv
Die Untersuchung des Ombudsmanns Barofsky zielt auf ein dunkles Kapitel der übernommenen Credit Suisse. Bisher wurden rund 890 Konten identifiziert, die Verbindungen zu NS-Funktionären oder geraubten Vermögenswerten aufweisen könnten. Auch Spuren zu Fluchtnetzwerken nach Argentinien stehen im Zentrum der Ermittlungen. Die UBS betont, die Vertraulichkeit privilegierter Dokumente strikt beizubehalten, um sich vor unkalkulierbaren juristischen Folgen zu schützen.
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Politischer Druck aus Washington
Diese Blockadehaltung dürfte in den USA für erhebliche Spannungen sorgen. Bereits im Februar kritisierten Mitglieder eines Senatsausschusses die Bank scharf. Senator Chuck Grassley stellte für den Herbst 2026 weitere Anhörungen in Aussicht, sollte keine Einigung im Aktenstreit erzielt werden.
Während die operative Integration der Credit Suisse mit der Migration von 1,2 Millionen Kundenkonten im März erfolgreich abgeschlossen wurde, bleiben die juristischen Erblasten ein Unsicherheitsfaktor. Ein kleiner Erfolg gelang zwar am 10. April vor dem Schweizer Bundesstrafgericht mit der Einstellung eines Geldwäscheverfahrens zum Fall Mosambik. Allerdings läuft hier noch eine zehntägige Berufungsfrist der Staatsanwaltschaft, die das Thema erneut aufrollen könnte.
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