UBS, Milliarden

UBS: 3 Milliarden Dollar Rückkäufe bis Q2-Ende

30.04.2026 - 10:26:30 | boerse-global.de

Die UBS erzielt einen Nettogewinn von drei Milliarden Dollar, doch die geplante Kapitalregulierung belastet die Aktie.

UBS: 3 Milliarden Dollar Rückkäufe bis Q2-Ende - Foto: über boerse-global.de
UBS: 3 Milliarden Dollar Rückkäufe bis Q2-Ende - Foto: über boerse-global.de

Drei Milliarden Dollar Nettogewinn im ersten Quartal, starkes Investmentbanking, ein laufendes Aktienrückkaufprogramm — und dennoch schwebt über der UBS eine Frage, die Milliarden kostet: Wie viel Kapital muss die Bank künftig vorhalten?

Starkes Quartal auf breiter Front

CEO Sergio Ermotti sprach von einem „very strong quarter". Das ist diesmal keine Floskel. Die Gesamterträge kletterten gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf 14,2 Milliarden Dollar. Das Investmentbanking legte beim Umsatz um knapp 30 Prozent zu — getragen von Aktienhandel und Devisengeschäften. Im Global Wealth Management stiegen die transaktionsbasierten Erträge um 17 Prozent.

Die CET1-Kapitalquote von 14,7 Prozent übertrifft die bankeigene Zielvorgabe von rund 14 Prozent. Das gibt Spielraum für Ausschüttungen: UBS bestätigte, bis zur Vorlage der Q2-Ergebnisse Aktien im Wert von insgesamt 3 Milliarden Dollar zurückzukaufen — davon wurden im ersten Quartal bereits 900 Millionen Dollar ausgeführt. Weitere Rückkäufe für den Rest des Jahres sind geplant.

Die Aktie reagierte: An der SIX Swiss Exchange schloss UBS am Mittwoch mit einem Plus von gut drei Prozent als Tagesgewinner im SMI. In Frankfurt notiert der Titel bei 37,18 Euro — rund 16 Prozent über dem Stand vor einem Monat, aber noch knapp zehn Prozent unter dem Jahreshoch von 41,10 Euro.

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Regulierung kostet Milliarden und Flexibilität

Hinter dem starken Quartal verbirgt sich ein strukturelles Problem. Die als „Lex UBS" bekannte Schweizer Regulierungsinitiative verlangt, dass systemrelevante Banken Beteiligungen an ausländischen Töchtern vollständig mit hartem Kernkapital unterlegen. Das bedeutet für UBS zusätzliche Kapitalpuffer von rund 20 Milliarden Dollar — etwa 9 Milliarden davon müssten nach aktuellen Berechnungen noch über mehrere Jahre aufgebaut werden.

UBS argumentiert, dieses Kapital wäre faktisch „gefangen" und würde die internationale Wettbewerbsfähigkeit beschädigen. Die Wirtschaftskommission des Ständerats übernimmt das Dossier im Mai, die Plenardebatte ist für Juni 2026 geplant. Eine finale Verabschiedung der Vorlage dürfte kaum vor Ende 2026 erfolgen.

Vorsicht beim Ausblick

Ein Signal aus dem Quartalsbericht verdient besondere Aufmerksamkeit: CFO Todd Tuckner erklärte, das Interesse wohlhabender Kunden an Private Credit sei „zurückhaltender" geworden — ein Reflex auf makroökonomische Unsicherheit und eine Präferenz für Liquidität. Das UBS-Engagement in diesem Bereich hält sich laut Ermotti bei rund 0,5 Prozent der Bilanzsumme und sei gut diversifiziert.

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Für das zweite Quartal warnte die Bank, der Nettozinsertrag im Wealth Management und im Retail-Geschäft dürfte „weitgehend flach" ausfallen. Die Jahresziele — bereinigte Eigenkapitalrendite von rund 15 Prozent, Cost-Income-Ratio unter 70 Prozent — bestätigte UBS. Ob die Kundenaktivität robust bleibt, hängt laut Management stark davon ab, wie sich die geopolitischen Unsicherheiten entwickeln.

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