UBS: 22 Milliarden Eigenkapital-Streit mit Schweiz
30.04.2026 - 20:17:11 | boerse-global.deStarke Zahlen, aber ein teurer Schatten: UBS hat im ersten Quartal 2026 den Gewinn fast verdoppelt. Was das Management intern feiert, wird extern von einem regulatorischen Konflikt überlagert, der Milliarden kosten könnte.
Rekordquartal dank Marktvolatilität
Der Nettogewinn kletterte auf 3,04 Milliarden US-Dollar — ein Plus von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Analysten hatten im Schnitt nur 2,3 Milliarden erwartet. Der operative Ertrag stieg um gut 13 Prozent auf 14,24 Milliarden US-Dollar.
Treiber war das Investmentbanking. Geopolitische Spannungen sorgten für hohe Marktvolatilität — und die Bank verdiente daran. Die Sparte steigerte ihren Ertrag um 27 Prozent. Im Bereich Global Markets erzielte UBS sogar einen Rekordwert.
Das Wealth Management lieferte ebenfalls. Die Bank zog netto 37 Milliarden US-Dollar an frischen Kundengeldern an. Besonders bemerkenswert: In Amerika flossen nach Abflüssen im Vorquartal wieder 5,3 Milliarden US-Dollar zu.
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Der Streit um 37 Milliarden
Die Schweizer Regierung plant neue Eigenkapitalregeln, die ab Januar 2027 gelten sollen. Für UBS könnte das einen zusätzlichen Bedarf an hartem Kernkapital von bis zu 37 Milliarden US-Dollar bedeuten — inklusive der Anforderungen aus der Credit-Suisse-Übernahme.
CEO Sergio Ermotti betonte bei der Zahlenvorlage, Klarheit über diese Regeln sei essenziell. UBS hält sich für gut aufgestellt: Die CET1-Quote lag zum Quartalsende bei 14,7 Prozent. Kritiker warnen trotzdem, dass zu strenge Vorgaben die Rentabilität drücken und geplante Aktienrückkäufe bremsen könnten.
Das dürfte Anleger beschäftigen — auch wenn der Kurs zuletzt klar nach oben zeigte. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 37,18 Euro, rund zehn Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Januar.
Integration läuft, Führung im Wandel
Die Credit-Suisse-Integration schreitet planmäßig voran. UBS hat kumulierte Einsparungen von 11,5 Milliarden US-Dollar erreicht. Das Ziel bis Ende 2026 liegt bei 13,5 Milliarden. Die Kundenmigration im Schweizer Heimmarkt ist abgeschlossen, die Belegschaft schrumpfte auf rund 101.600 Vollzeitstellen.
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Parallel dazu kursieren Berichte über die künftige Führung. Laut Financial Times plant Ermotti seinen Abgang für April 2027. Als Nachfolger werden intern Iqbal Khan aus dem Wealth Management und COO Bea Martin gehandelt.
Für das zweite Quartal erwartet UBS einen stabilen Nettozinsertrag. Das laufende Aktienrückkaufprogramm soll bis zur Veröffentlichung der Q2-Zahlen im Juli auf insgesamt 3 Milliarden US-Dollar ausgeweitet werden. JPMorgan und Bank of America bestätigten zuletzt ihre positiven Einschätzungen und hoben das Aufholpotenzial gegenüber US-Konkurrenten hervor.
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