Trump Mobile T1: Smartphone-Projekt versinkt in Kontroversen
10.02.2026 - 22:51:12Das mit Spannung erwartete „Trump Mobile T1“-Smartphone steckt tief in der Krise. Verzögerungen, geänderte Spezifikationen und eine Untersuchung durch US-Gesetzgeber schüren massive Zweifel am Projekt. Was als patriotische Tech-Alternative beworben wurde, ist nun Gegenstand von Betrugsvorwürfen.
Das im Juni 2025 von Trump Mobile – einem Unternehmen mit Verbindungen zu Trumps Söhnen – angekündigte Gerät versprach eine amerikanische Antwort auf etablierte Konzerne. Für 499 US-Dollar und eine Anzahlung von 100 Dollar lockte es zahlreiche Vorbesteller. Die für August/September 2025 geplante Auslieferung wurde jedoch mehrfach verschoben. Aktuell ist von einem Start im ersten Quartal 2026 die Rede, doch das Unternehmen schweigt. Die Frustration bei den Kunden wächst.
Vom „Made in USA“-Traum zur globalen Fertigung
Ein Kernpunkt des Skandals ist die Herkunft des Telefons. Ursprünglich pries Trump Mobile das T1 als „stolz in den Vereinigten Staaten entworfen und gebaut“ an. Dieser Slogan wurde später stillschweigend von der Website gestrichen und durch vage Formeln wie „American-proud design“ ersetzt.
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Unternehmensvertreter bestätigten schließlich: Der Großteil der Fertigung findet im Ausland statt. Lediglich eine Endmontage ist in Florida geplant. Diese Kehrtwende brachte dem Unternehmen öffentliche Täuschungsvorwürfe ein und veranlasste US-Senatoren, eine Untersuchung durch die Federal Trade Commission (FTC) zu fordern. Für viele Käufer war das „Made in USA“-Versprechen der entscheidende Kaufgrund.
Preis und Technik: Ein sich ständig änderndes Ziel
Parallel zu den Verzögerungen gerieten auch die technischen Daten und der Preis ins Wanken. Während die offizielle Website alte Spezifikationen zeigt, kursieren Medienberichte über ein überarbeitetes Modell.
- Größerer Bildschirm: Statt wie ursprünglich angekündigt, soll das T1 nun über einen 6,8-Zoll-Bildschirm verfügen.
- Stärkerer Chip: Als Prozessor ist ein leistungsfähigerer Qualcomm Snapdragon 7-Series im Gespräch.
- Mehr Speicher: Der Speicher soll sich auf 512 GB verdoppeln.
- Neues Design: Auch das Kameradesign weicht vom beworbenen iPhone-ähnlichen Layout ab.
Zudem gilt der Preis von 499 Dollar nur noch für frühe Vorbesteller. Neue Kunden müssen mit bis zu 999 Dollar rechnen – ein Betrag, der noch nicht final ist. Diese mangelnde Transparenz untergräbt das ohnehin bröckelnde Vertrauen weiter.
Eine Warnung vor politischen Markenprodukten
Der Fall T1 wirft ein Schlaglicht auf die Risiken stark politisierter Produkte. Diese appellieren oft mehr an emotionale Loyalität als an technische Überlegenheit. Verbraucherschützer warnen vor sogenanntem „Affinity Fraud“, bei dem das Vertrauen innerhalb einer Gemeinschaft ausgenutzt wird.
Die FTC hat in der Vergangenheit immer wieder vor Betrügereien mit gefälschten Promi-Empfehlungen gewarnt. Auch wenn das T1 ein legitimes Projekt sein mag: Die Taktiken – irreführende Herkunftsangaben und nachträgliche Preisänderungen – ähneln verblüffend klassischen „Bait-and-Switch“-Strategien.
Was kommt jetzt? Alles hängt an der FTC
Die Zukunft des T1 entscheidet sich nun an einer Stelle: Wird die Federal Trade Commission der Aufforderung der Senatoren nachkommen und eine formelle Untersuchung einleiten? Falls die Behörde irreführende Werbung oder unlautere Praktiken feststellt, drohen Trump Mobile hohe Strafen und Rückerstattungszahlungen.
Für Kunden, die bereits 100 Dollar hingelegt haben, bleibt die Lage prekär. Unklar ist, ob das Telefon überhaupt kommt – und wenn ja, in welcher Form. Experten raten Betroffenen, alle Kommunikation mit dem Unternehmen zu dokumentieren und sich bei Verbraucherschutzbehörden zu beschweren. Der Fall ist eine deutliche Mahnung, bei politisch aufgeladenen Produkten besonders genau hinzusehen.
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