Tirzepatid, Fett

Tirzepatid aktiviert braunes Fett – und verbrennt so Kalorien

25.02.2026 - 17:39:50 | boerse-global.de

Eine Studie zeigt, dass das Diabetes- und Adipositas-Medikament Tirzepatid den Kalorienverbrauch direkt über die Aktivierung von braunem Fettgewebe ankurbelt, unabhängig von der Nahrungsaufnahme.

Eine Studie der Universität Barcelona zeigt: Der Wirkstoff Tirzepatid regt den Stoffwechsel direkt an. Er aktiviert das kalorienverbrennende braune Fettgewebe – unabhängig von einer reduzierten Nahrungsaufnahme. Das eröffnet neue Wege in der Adipositas-Therapie.

Mehr als nur ein Appetitzügler

Bislang führte die Medizin den Gewichtsverlust durch Wirkstoffe wie Tirzepatid vor allem auf ein gedämpftes Hungergefühl zurück. Eine am 24. Februar veröffentlichte Studie im Fachjournal „Biomedicine & Pharmacotherapy“ stellt diese Annahme nun infrage. Ein Forscherteam um Marion Peyrou wies im Mausmodell nach, dass der Wirkstoff den Stoffwechsel eigenständig ankurbelt.

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Die Wissenschaftler machten Mäuse fettleibig und behandelten einen Teil mit Tirzepatid. Eine Kontrollgruppe erhielt kein Medikament, aber exakt die gleiche reduzierte Futtermenge wie die behandelten Tiere. Das Ergebnis war eindeutig: Die medikamentös behandelten Tiere zeigten eine deutlich bessere Stoffwechsellage – trotz identischer Kalorienzufuhr.

Der Motor im Körper: Braunes Fett

Der Schlüssel liegt im braunen Fettgewebe. Im Gegensatz zum weißen Speicherfett verbrennt es Kalorien, um Wärme zu erzeugen. Diesen Vorgang nennt man Thermogenese. Die Studie belegt: Tirzepatid aktiviert dieses braune Fett gezielt.

Infrarotaufnahmen zeigten eine wärmere Haut über dem braunen Fett der behandelten Mäuse – ein sichtbares Zeichen für aktive Kalorienverbrennung. Auf zellulärer Ebene stieg die Produktion wichtiger Proteine für die Energieverbrennung. Die behandelten Tiere hatten am Ende bessere Blutzuckerwerte und niedrigere Blutfette als die Kontrollgruppe.

Frühere Versuche, braunes Fett medikamentös anzuregen, scheiterten oft an Herz-Kreislauf-Nebenwirkungen. Diese neue Wirkstoffklasse zeigt solche Effekte bisher nicht, was sie für Langzeittherapien interessant macht.

Stoffwechsel natürlich ankurbeln

Auch ohne Medikamente lässt sich der Stoffwechsel aktivieren. Experten empfehlen dafür vor allem zwei Dinge: Kälte und Muskeln.

Regelmäßige Kältereize, etwa durch kalte Duschen, zwingen den Körper zur Wärmeproduktion – und damit zur Verbrennung von Kalorien im braunen Fett. Krafttraining baut Muskelmasse auf. Muskeln verbrauchen selbst in Ruhe mehr Energie als Fettgewebe und erhöhen so den Grundumsatz dauerhaft.

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Bestimmte Nährstoffe können den Effekt unterstützen. Proteinreiche Mahlzeiten kurbeln durch die aufwändige Verdauung den Energieverbrauch an. Auch mittelkettige Fette (MCT-Öl) werden schnell in Energie umgewandelt und können den Stoffwechsel kurzzeitig boosten.

Ein Paradigmenwechsel in der Medizin

Die Erkenntnisse markieren einen Wendepunkt. Lange galt Adipositas vor allem als Problem mangelnder Disziplin. Die moderne Forschung sieht sie zunehmend als komplexe Stoffwechselstörung.

Bisher dachte man, der gesundheitliche Nutzen neuer Abnehm-Medikamente sei eine reine Folge des geringeren Gewichts. Die Studie aus Barcelona zeigt: Die Verbesserung setzt viel früher ein, direkt auf zellulärer Ebene. Das könnte erklären, warum Patienten oft schon vor dem sichtbaren Gewichtsverlust von besserer Gesundheit berichten.

Doch Vorsicht: Die Ergebnisse stammen aus dem Tiermodell. Die Forscher betonen, dass nun klinische Studien am Menschen folgen müssen, um die Wirkmechanismen endgültig zu bestätigen.

Blick in die Zukunft

In den kommenden Jahren wird die Forschung den Fokus verstärkt auf die direkten Stoffeffekte beim Menschen legen. Bildgebende Verfahren wie die PET-Tomographie sollen zeigen, ob sich das braune Fett auch bei Patienten unter Therapie aktivieren lässt.

Bestätigen sich die Mechanismen, könnten völlig neue Therapien entstehen. Diese würden dann nicht nur den Appetit zügeln, sondern aktiv den Kalorienverbrauch des Körpers erhöhen. Für Millionen Betroffene wäre das ein wegweisender Schritt zu einer nachhaltigeren Behandlung von Übergewicht und Diabetes.

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