Bank, Advanzia

TF Bank und Advanzia: Neue Phishing-Welle trifft Kunden

04.01.2026 - 07:02:12

Verbraucherschützer warnen vor einer neuen Serie gefälschter E-Mails und SMS, die gezielt Kunden der TF Bank und Advanzia Bank abfangen wollen. Die Angriffe nutzen Sicherheitsupdates und AGB-Änderungen als Vorwand.

Eine neue, raffinierte Phishing-Welle überrollt derzeit Deutschland und zielt gezielt auf Kunden der TF Bank und der Advanzia Bank ab. Verbraucherschützer und Cybersicherheitsexperten warnten am Wochenende eindringlich vor einem starken Anstieg betrügerischer E-Mails und SMS in den ersten Januartagen.

TF Bank: Die Falle mit der „Datenüberprüfung“

Besonders im Visier stehen aktuell Kunden der TF Bank. Die Verbraucherzentrale bestätigte am 2. Januar eine koordinierte Kampagne. Die Betrüger verschicken E-Mails mit dem Betreff „Überprüfen Sie Ihre Angaben“ und geben sich als offizielle Bank-Kommunikation aus.

Die Nachrichten behaupten, ein zwingendes Sicherheitsupdate sei nötig, um den Kontozugang zu erhalten. Um Druck aufzubauen, setzen die Kriminellen auf eine 24-Stunden-Frist: Wer nicht reagiere, riskiere die Sperrung seines Kontos oder seiner Karte.

Die gefälschten Mails nutzen das Logo der Bank und wirken auf den ersten Blick täuschend echt. Doch Verbraucherschützer weisen auf klare Warnsignale hin: eine unpersönliche Anrede („Sehr geehrter Kunde“) und eine Absenderadresse, die nicht zur offiziellen @tfbank.de-Domain passt. Die Links in den Mails führen zu gefälschten Login-Seiten, die Kreditkartendaten und Online-Banking-Passwörter abgreifen.

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Advanzia Bank: Anhaltende „Gebührenfrei“-Betrügereien

Parallel dazu bleibt die Advanzia Bank, Herausgeberin der Gebührenfrei Mastercard Gold, ein Hauptziel für Cyberkriminelle. Laut Sicherheitsportalen wie Biallo haben die Phishing-Angriffe auf Advanzia-Kunden zu Jahresbeginn noch einmal an Intensität gewonnen.

Die aktuellen Kampagnen geben oft „geänderte AGB“ oder neue EU-Zahlungsrichtlinien als Vorwand für die Aufforderung zur Dateneingabe vor. Anders als bei der TF Bank drohen die Betrüger hier mit einer dauerhaften Kartenblockade, sollte der Kunde seine Identität nicht sofort „rezertifizieren“.

Die Angriffe werden dynamischer: Die Täter wechseln Betreffzeilen und Absenderadressen in schnelleren Zyklen als noch 2025, um Spamfilter zu umgehen.

Warum die Angriffe jetzt zunehmen

Die gezielten Attacken auf die beiden Banken sind Teil eines allgemeinen Anstiegs digitaler Betrugsversuche zum Jahresstart. Die Verbraucherzentrale meldete parallel auch neue Phishing-Kampagnen, die sich als AOK oder der Zahlungsdienstleister SumUp ausgeben.

Sicherheitsexperten sprechen von einem „digitalen Kater-Effekt“ nach den Feiertagen: Verbraucher sind es gewohnt, viele Benachrichtigungen zu Jahresabrechnungen oder Lieferungen zu erhalten. Diese allgemeine Erwartungshaltung nutzen die Kriminellen geschickt aus. „Die Angreifer imitieren zum Jahresbeginn administrative Updates“, erklärt ein Cybersicherheits-Analyst. „Sie wissen, dass die Nutzer im Januar E-Mails zu neuen AGB oder Kontobestätigungen erwarten.“

So schützen Sie sich: Die wichtigsten Maßnahmen

Die Behörden und Banken raten zu größter Vorsicht. Diese Schritte sind entscheidend:

  1. Absender prüfen: Sehen Sie sich die tatsächliche E-Mail-Adresse hinter dem Anzeigenamen an. Offizielle Mails Ihrer Bank kommen nie von öffentlichen Domains wie Gmail oder Outlook.
  2. Nicht klicken: Klicken Sie niemals auf Links oder Buttons in der verdächtigen Mail. Rufen Sie die Website Ihrer Bank stattdessen direkt im Browser auf oder öffnen Sie die offizielle App.
  3. App checken: Legitime Anfragen zur Datenaktualisierung erscheinen fast immer im gesicherten Nachrichtenpostfach Ihrer Banking-App, nicht nur per E-Mail.
  4. Betrug melden: Leiten Sie verdächtige E-Mails an die Verbraucherzentrale (phishing@verbraucherzentrale.nrw) weiter. Das hilft, die Warnsysteme aktuell zu halten.

Wer bereits Daten auf einer Phishing-Seite eingegeben hat, muss sofort handeln: Betroffene Karten sollten über die zentrale Sperrnummer 116 116 gesperrt, Online-Banking-PINs geändert und Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

Die Bedrohung wird raffinierter

Mit dem leichteren Zugang zu KI-Tools für Cyberkriminelle wird die Qualität der Phishing-Mails 2026 voraussichtlich weiter steigen – in Grammatik, Layout und Personalisierung. Banken dürften als Reaktion strengere Authentifizierungsverfahren einführen. Bis dahin bleibt die wachsame Skepsis der Nutzer gegenüber unerwünschten digitalen Aufforderungen die wirksamste Verteidigung.

Kunden der Advanzia und TF Bank sollten insbesondere im Januar besonders aufmerksam sein: Solche Kampagnen laufen typischerweise in Wellen von 7 bis 10 Tagen, bevor die Täter ihre Taktik ändern.

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