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Studie: Zwei Wochen ohne mobiles Internet verjüngt das Gehirn

22.02.2026 - 21:10:12 | boerse-global.de

Forschungsergebnisse zeigen, dass bereits ein zweiwöchiger Verzicht auf mobiles Internet die Aufmerksamkeit messbar verbessert. Auch klassische Methoden wie Sport stärken die kognitive Fitness.

Eine zweiwöchige Pause vom mobilen Internet steigert die Konzentration signifikant. Das zeigt eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift PNAS Nexus veröffentlicht wurde. Die Forscher fanden kausale Belege dafür, dass die ständige Verfügbarkeit des Internets – und nicht spezifische Inhalte – unsere Aufmerksamkeit schwächt.

So lief das Experiment ab

An der vierwöchigen Studie nahmen 467 Personen teil. Für jeweils zwei Wochen wurde der mobile Internetzugang auf ihren Smartphones blockiert. Telefonie und SMS blieben möglich. Das Ergebnis war eindeutig: Nach der digitalen Auszeit verbesserte sich die Aufmerksamkeitsleistung der Probanden messbar.

Die Konzentration reagierte direkt auf den Entzug. Das Wohlbefinden und die mentale Gesundheit profitierten indirekt, etwa durch besseren Schlaf oder mehr soziale Interaktion. Die Forscher schlussfolgern: Aufmerksamkeitseinbußen entstehen primär durch das Potenzial permanenter Unterbrechung.

Auch bei Kindern bestätigt

Eine weitere Studie der Universität Leipzig untermauert die negativen Effekte. Die im Journal BMC Pediatrics veröffentlichte Erhebung mit über 1.000 Kindern zeigt: Häufige Mediennutzung schwächt die Langzeitaufmerksamkeit.

Im Gegensatz zu Selbsteinschätzungen nutzten die Wissenschaftler standardisierte kognitive Tests. Sie fanden heraus, dass der Konsum von Inhalten auf Bildschirmen die Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt. Selbstständiges Lesen hingegen war bei Grundschulkindern mit einer signifikant besseren Aufmerksamkeit verbunden.

Bewährte Methoden für mehr Fokus

Neben digitalen Pausen stärken klassische Strategien die mentale Fitness. Regelmäßige Bewegung verbessert die Durchblutung des Gehirns – das belegen Forschungen der Deutschen Sporthochschule Köln. Sport führt zu schnelleren Reaktionen und mehr Konzentration.

Auch mentale Trainingstechniken, Kreuzworträtsel oder Sudokus können die Aufmerksamkeitsspanne verlängern. Grundlegend bleiben ausreichend Schlaf und eine strukturierte Arbeitsweise, bei der man sich bewusst nur einer Aufgabe widmet.

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Immer mehr kognitive Belastung

Die Studienergebnisse kommen zur rechten Zeit. Die rasante Verbreitung von Künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz verdichtet die Aufgaben. Mitarbeiter bearbeiten mehr Probleme pro Tag, was durch das ständige Umschalten stark erschöpft.

Die kognitive Kontrollfähigkeit des Gehirns erreicht ihren Höhepunkt zwischen dem 27. und 36. Lebensjahr. Die aktuellen Studien liefern daher eine wissenschaftliche Grundlage für präventive Strategien, um die geistige Fitness langfristig zu erhalten.

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