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Studie: Zwei Wochen ohne mobiles Internet verjüngen das Gehirn

19.02.2026 - 01:33:12 | boerse-global.de

Eine zweiwöchige Pause vom mobilen Internet kann die kognitive Leistungsfähigkeit signifikant verbessern. Gleichzeitig nutzen Jugendliche ihre Smartphones weniger und zeigen höhere Zufriedenheit.

Eine zweiwöchige Pause vom mobilen Internet kann die Konzentrationsfähigkeit um bis zu zehn Jahre steigern. Das zeigt eine neue Studie, die aktuell für Diskussionen sorgt. Gleichzeitig nutzen Jugendliche ihre Smartphones erstmals weniger – und sind zufriedener.

Die bahnbrechende Zwei-Wochen-Formel

Forscher um Castelo blockierten in einem Experiment bei 467 Teilnehmern zwei Wochen lang den mobilen Internetzugang auf dem Smartphone. Telefonie und stationäres Internet blieben erlaubt. Das Ergebnis: Die kognitive Leistungsfähigkeit der Probanden verbesserte sich signifikant.

Die Studie, veröffentlicht im Fachjournal PNAS Nexus, macht die ständige potenzielle Unterbrechung für den Effekt verantwortlich. Nicht der konsumierte Inhalt, sondern die permanente Alarmbereitschaft des Gehirns sei das Problem. Sobald diese Quelle versiegt, erhole sich die Konzentration direkt – selbst bei Teilnehmern, die sich nicht strikt an die Vorgaben hielten.

So holen Sie sich den Fokus zurück

Ein kompletter Verzicht ist für viele unrealistisch. Doch Experten haben alltagstaugliche Methoden entwickelt. Besonders im Fokus steht die „Take Five“-Methode der Psychiaterin Dr. Evita Singh. Ihr Konzept basiert auf fünf Säulen:
* Häufige Pausen einlegen
* Aktive Beschäftigung mit nur einer Aufgabe
* Minimierung von Ablenkungen
* Eliminierung von Multitasking
* Fünf Minuten zur Neufokussierung nutzen

Die Empfehlung lautet, „Deep Work“-Phasen zu schaffen. Legen Sie das Smartphone in einen anderen Raum oder aktivieren Sie den Flugmodus. So simulieren Sie den Erholungseffekt der Studie zumindest stundenweise.

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Jugendliche machen es vor: Weniger ist mehr

Interessanterweise vollzieht die junge Generation diesen Wandel bereits. Daten der „Mental Health Days-Studie 2025“ zeigen eine Trendwende: Jugendliche nutzten ihr Smartphone täglich erstmals 31 Minuten weniger als zuvor.

Laut Experten korreliert dieser Rückgang mit einer steigenden Lebenszufriedenheit. Ein bewussterer Umgang mit digitalen Medien stärkt demnach nicht nur die Psyche, sondern legt die Basis für bessere Leistungen. Für Erwachsene bedeutet das: Digital Detox ist kein Verzicht, sondern ein Gewinn an Lebensqualität.

Was bedeutet das für die Arbeitswelt?

Die neuen Erkenntnisse fallen in eine Zeit des Umbruchs. Studien zur Vier-Tage-Woche belegten bereits: Weniger Arbeitszeit bei höherem Fokus führt zu besseren Ergebnissen und weniger Burnout.

Die aktuelle Studie liefert das neurologische Puzzleteil dazu. Produktivität wird zur Frage der Ressource Aufmerksamkeit. Wenn ständige Erreichbarkeit diese beschädigt, verliert die bloße Anwesenheit im Büro an Wert. Künftig könnten Unternehmen „Offline-Zeiten“ daher aktiv fördern – als Teil der betrieblichen Gesundheitsvorsorge.

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