Studie: Wochenendschlaf senkt Depressionsrisiko bei Jugendlichen
31.01.2026 - 18:00:12Jugendliche können ihr Depressionsrisiko deutlich senken – durch Ausschlafen am Wochenende. Eine neue US-Studie zeigt: Wer den Schlafmangel der Schulwoche am Samstag und Sonntag ausgleicht, hat ein um 41 Prozent geringeres Risiko für depressive Symptome. Diese einfache Strategie könnte Eltern und Jugendlichen im stressigen Alltag helfen.
Warum schlafen Teenager unter der Woche oft zu wenig? Die Pubertät verschiebt den inneren Rhythmus – Jugendliche werden später müde und möchten morgens länger schlafen. Frühe Schulbeginnzeiten kollidieren mit dieser biologischen Tatsache. Das Ergebnis ist ein chronisches Defizit.
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Die Folgen sind gravierend:
* Empfohlen sind 8-10 Stunden Schlaf pro Nacht.
* Viele Jugendliche schaffen nur rund 5 Stunden.
* Dieses Defizit erhöht das Depressionsrisiko um bis zu 71 Prozent.
Chronischer Schlafmangel beeinträchtigt die Emotionsregulation und Stressbewältigung. Er ist nicht nur Symptom, sondern auch Mitauslöser für psychische Probleme.
Die Studie: 41 Prozent geringeres Risiko durch Nachholschlaf
Forschende der University of Oregon analysierten die Daten von über 1.000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sie verglichen deren Schlafgewohnheiten mit ihrer psychischen Verfassung. Das Ergebnis, veröffentlicht im Journal of Affective Disorders, ist eindeutig: Der gezielte Wochenend-Ausgleich wirkt wie ein Puffer.
„Teenagern zu erlauben, am Wochenende Schlaf nachzuholen, wenn sie unter der Woche nicht genug bekommen, ist sinnvoll“, rät Psychologin Melynda Casement, eine Co-Autorin der Studie. Die Strategie überwiegt dabei sogar die Nachteile des sogenannten sozialen Jetlags – der Störung durch wechselnde Schlafzeiten.
Flexibilität statt starrem Rhythmus
Das Ideal bleibt natürlich: ausreichend Schlaf an jedem Tag. Für viele Familien ist das im Schulalltag aber unrealistisch. Die Studie liefert nun wissenschaftliche Argumente für mehr Flexibilität am Wochenende.
Was bedeutet das konkret für Eltern? Sie können das Ausschlafen ihrer Kinder am Samstag und Sonntag aktiv fördern, anstatt auf einen starren, einheitlichen Rhythmus zu pochen. Gleichzeitig bleibt die Schlafhygiene wichtig: Bildschirme vor dem Zubettgehen reduzieren und für eine ruhige Umgebung sorgen.
Die Systemfrage: Müssen Schulen später starten?
Die Erkenntnisse befeuern eine alte Debatte: Sollten Schulen später beginnen? Spätere Startzeiten wären die strukturelle Lösung, um den Takt der Schulglocken an die innere Uhr der Jugendlichen anzupassen. Bis dahin bleibt der Wochenend-Nachholschlaf eine wirksame Notlösung.
Weitere Forschung muss nun klären, wie viel Nachholschlaf optimal ist und ob die Strategie auch vor anderen psychischen Erkrankungen schützt. Klar ist schon jetzt: In einer leistungsorientierten Zeit ist ausreichende Erholung keine verlorene, sondern eine klug investierte Zeit für die psychische Gesundheit.
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